Die Störche Oberschwabens


Laubbach



2019: Langsam hat es sich unter den Adebaren herumgesprochen: Das Ried wurde vernässt und es gibt hier richtig was zu futtern. Die Laubbacher Bürger freut's. Denn nun haben auch sie endlich ihr Storchenpaar. Auf einem Mast mit Nistplattform im oberen Teil des Ortes haben sie sich niedergelassen: ein dreijähriges Männchen und ein zweijähriges Weibchen und – es ist eine Geschwisterehe, denn beide stammen aus Fleischwangen! Ts, ts! Das hinderte die Jungvermählten aber nicht am Ehevollzug, und so wurden mehrere befruchtete Eier abgelegt. Mitte Mai schlüpften dann aus dem Gelege drei putzmuntere Küken, denen die Inzucht ihrer Eltern wohl wurscht war. Allerdings starben zwei der Jungvögel zwischen dem 5. und 10. Juni, möglicherweise beim Regen an Pfingsten; die Eltern sind doch noch etwas unerfahren.

01.07.2019: Auf dem Nest können Wind und Wetter dem Laubbacher Jungstorch nun nicht mehr gefährlich werden, sein Gefieder schützt ihn jetzt ausreichend davor. Am 19. Juni erhielt er seinen Personalausweis, den schwarzen Kunststoffring mit der individuellen weißen Nummer, und wer weiß, vielleicht liest ja jemand die Nummer in Spanien ab; dann wissen wir, dass er den Flug ins Winterquartier geschafft hat. Jetzt muss er aber zuerst einmal seine Flugmuskulatur trainieren, denn noch ist es nicht soweit. Im Alter von neun bis elf Wochen fliegen die meisten Junstörche zum erstenmal (werden sie von den Eltern zu lange mit Futter verwöhnt, dauert es auch unter Umständen noch etwas länger - Hotel Mama...). Dann müssen die Flugkünste noch verbessert werden, bis es dann Anfang August zusammen mit anderen Jungstörchen auf die große Reise geht.


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