Die Störche Oberschwabens


Stetten bei Meersburg



Stetten

2018: Das Deisendorfer Storchenmännchen ist nicht nach Stetten zurückgekommen, vielleicht wurde er aber auch von dem Schweizer, welcher jetzt den Horst besetzt hält, verjagt. Die Störchin ist jedenfalls dieselbe wie letztes Jahr und kam – zumindest was Paarung und die Bebrütung des Geleges anbelangt – mit dem Schweizer ganz gut zurecht. Vier Junge schlüpften aus den Eiern im Stettener Nest. Dann war dem Paar jedoch kein Glück beschieden: Das Nesthächen starb noch im Mai, das Zweitjüngste im Alter von ca. vier Wochen um den 10. Juni und die beiden Ältesten in der nasskalten Nacht der kurzen Schafskälte zwei Tage später. So war das Nest plötzlich wieder leer, die Eltern ohne Aufgabe. Ob sie nächstes Jahr wiederkommen werden und es noch einmal versuchen?

2017: Der Bauhof und auch die Urlauber des benachbarten Wohnwagen-Stellplatzes freuen sich: Eine angebotene Nistplattform auf einem Mast wurde tatsächlich erstmals von den Störchen belegt (unter dem Hinweisschild zum Bauhof weist auch ein Schild zum Stettener Storchennest – mit dem Zusatz „belegt“). Das Paar stammt aus der Gegend, nämlich aus Frickingen und aus Deisendorf, beide sind drei Jahre alt. Sie brachten ein Junges zur Welt, welches sie auch erfolgreich aufzogen. Mit Hilfe der Feuerwehr Meersburg, welche mit der Drehleiter vom Weg aus so gerade noch das Nest erreichte, wurde der Jungstorch am 21. Juni beringt. Er wird bald sein elterliches Nest verlassen, sich größeren Jungstorch-Trupps in der Bodenseeregion anschließen und mit diesen dann auf die große Reise gehen.

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