Die Störche Oberschwabens



Bingen



2022: Nein, nein, nicht Bingen am Rhein. Sondern Bingen bei Sigmaringen im schönen Tal der Lauchert. Schon vor Jahren hatten sich hier schon mal Störche umgeschaut und waren aber zum Leidwesen der Anwohner wieder verschwunden. Nun hat's aber "geschnaggelt". Ein männlicher Storch und eine Störchin, beide ihres Zeichens unberingt, weshalb wir herzlich wenig über sie wissen, haben sich für Bingen als ihren Wohnort entschieden und wollen hier Nachwuchs aufziehen. Als Brutstatt wählten sie sich einen Strommast, und zwar just dort, wo alle Verkehrswege in Bingen (einschließlich der Bahnlinie) zusammenlaufen. Na, man will halt dabei sein und alles im Blick haben. Das Storchenmännchen war übrigens schon letztes Jahr hier und begann mit dem Nestbau, eine Partnerin fehlte ihm aber noch. Na, die hat sich ja jetzt gefunden; also wurde um die Monatswende März/April das erste Ei ins Nest gelegt, und seit den ersten Apriltagen wird sorgfältig gebrütet.
Anfang Mai wurde es lebendig im Bingener Nest. Mindestens drei kleine Storchenküken pellten sich nach und nach aus den Eierschalen. Ende Mai wurden dann allerdings nur noch zwei Köpfchen gesehen; diese beiden Jungvögel scheinen es aber nun geschafft zu haben. Der wagemutige Sprung vom Nest steht ihnen jedoch noch bevor. Hoffen wir, dass er nicht an der Windschutzscheibe eines Autos oder Lastwagens endet, denn das Nest ist überall von Straßen umgeben.

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