Die Störche Oberschwabens



Horgenzell


2012: Die Horgenzeller Brutstörche sind nicht zum Horst am Weiherhof-Weiher zurückgekehrt. Ihr einziges Junges war letztes Jahr kurz vor der Beringung gestorben, nach Beobachtungen von Anwohnern war einer der Altstörche angeblich einige Tage zuvor nicht mehr am Horst erschienen.
Bisher ist der Horst verwaist. Auch bei der letzten Kontrolle am 5. April wurden keine Störche am Weiherhof-Weiher gesichtet. Vielleicht klappt es aber wieder im nächsten Jahr?

Anfang Juni: Nichts Neues aus Horgenzell.

2011: Erst vor Kurzem wurde ein Horst am Weiherhofweiher bei Horgenzell eingerichtet. Dieses Frühjahr geben sich hier schon die ersten Störche ein Stelldichein. Zwei junge Adebare (beide erst zwei Jahre alt), er vom Affenberg in Salem, sie aus der Schweiz, wollen es am Weiherhofweiher miteinander versuchen. Zunächst wird noch das Wohnzimmer hergerichtet und an der Produktion des Geleges gearbeitet, aber bald ist es soweit. Dann ist erstmal Schluss mit den gemeinsamen Ausflügen am Weiher, denn einen Monat lang (32 Tage) müssen sie abwechselnd auf den Eiern sitzen, bis das erste Junge schlüpft. Auch die darauffolgenden Wochen bleibt stets einer der beiden Elternstörche zur Bewachung bei den Jungen .
Die beiden jungen Weiherhof-Störche ließen es erstmal gemächlich angehen. Ziemlich spät, so um den 19./20. Mai schlüpfte ein einziges Küken. In Anbetracht der Unerfahrenheit der Eltern und des späten Bruttermins ist die Begrenzung auf ein Junges von Vorteil. Die Chancen des kleinen Storchs waren damit eigentlich recht gut, da er alleinigen Anspruch auf das von den Eltern gebrachte Futter erheben konnte. Trotzdem schaffte es der Jungstorch nicht. Er starb in den Regentagen um Mitte Juni. Hoffen wir, dass die Störche nächstes Jahr wiederkommen, sie dann schon etwas mehr Erfahrung haben und auch ihr Nahrungsgebiet besser kennen, damit der Nachwuchs nächstes Jahr bessere Chancen hat.

Fotos aus 2011 von Karl-Heinz Kohler

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