Die Störche Oberschwabens


Oberwolfertsweiler



2018: Das Geheimnis von Herkunft und Alter der beiden scheuen Störche, welche auf dem Mast auf dem Wiesenhügel bei Oberwolfertsweiler nisten, ist nun gelüftet. Der eine kommt aus Volkertshausen (Lkrs. Konstanz, bereits 2017 identifiziert), der andere vom Affenberg. Beide sind 2014 geboren, also knapp vier Jahre alt, beide überwintern in Nähe des Brutplatzes. Vermutlich ist der Volkertshausener, da mit einem eindeutig kräftigeren Schnabel ausgestattet, das Männchen. Kurz nach Ostern begannen die beiden mit der Brut. Die ersten kleinen Störche werden sich Anfang Mai aus den Eiern pellen.

Ob es anfangs mehr waren, konnte ich nicht so genau erkennen, Ende Mai wurden jedenfalls zwei Jungvögel gefüttert, die ihre Nestlingswochen problemlos überstanden. Längst haben die beiden das Pfahlnest auf dem Hügel und mittlerweile auch die Wiesen am Degersee, wo sie die Futtersuche erlernten, verlassen, haben sich anderen Jungstörchen angeschlossen und sind auf dem Weg in den Süden.

2017: Einer der beiden Brutstörche in Oberwolfertsweiler konnte nun identifiziert werden. Es handelt sich um einen dreijährigen Storch aus Volkertshausen im Landkreis Konstanz.
Auch dieses Jahr wurde auf dem Mast in der Wiese wieder gebrütet, und zwar diesmal mit Erfolg. Zwei Junge wuchsen auf und werden wohl bald endgültig das elterliche Nest verlassen. Denn die Zeit des Abzugs der Jungstörche in den Süden naht, und zuvor möchte man sich erst noch etwas die Heimat anschauen und sich Jungstorch-Trupps anschließen, um mit diesen dann den Aufbruch zu wagen.

2016: Bei Oberwolfertsweiler wurde von Anwohnern auf einem Wiesenhügel oberhalb des Degersees ein Pfahl mit einem Horst für Störche aufgestellt und letztes Jahr erstmals kurzzeitig besiedelt.
Dieses Jahr erschien ein Einzelstorch erstmals im März, zog jedoch nach einer Woche unverichteter Dinge wieder ab. Vielleicht ging er auf Brautschau. Denn im April kamen sie zu zweit und machten sich dann auch tatsächlich ans Brutgeschäft. Beide Partner sind zwar beringt, sie konnten allerdings bisher nicht identifiziert werden, da sie im Gegensatz zu Störchen, die im Ort brüten, sehr störungsempfindlich sind. Versuche, nahe genug an den Horst heranzukommen, ohne die Aufmerksamkeit des gerade brütenden Storches zu erregen, scheiterten bislang.

Juli: Anfang Juni wurden im Horst auf dem Wiesenhügel zwei kleine Köpfchen entdeckt, vielleicht waren es sogar drei kleine Störche, die sich im Nest tummelten. Wie viele Storchenjunge dieses Jahr, überstand jedoch auch der Storchennachwuchs oberhalb des Degersees das teilweise sehr schlechte Wetter nicht. Bei der letzten Horstbeobachtung am 24. Juni war das Nest leer.


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