Die Störche Oberschwabens



Wiblingen

 



Wiblingen
17.03.2016

2016: In Wiblingen wurde das von den Störchen in 2015 mit tierischer Geduld gebaute "do it yourself"-Nest auf dem Kloster-Hauptgebäude ersetzt durch eine bezugsfertige menschengefertigte Behausung auf einem nahen Nebengebäude der Klosteranlage. Bereits Anfang März wurde das neue Nestrondell angenommen und seitdem bewohnt von wieder einem unberingten Männchen zu dem sich ein 2013 in Müllen bei Freiburg geschlüpftes Weibchen gesellte – und die brütete 2015 noch im nahen Staig-Harthausen. Am 10. Mai sassen vier Küken im Nest, zwei von ihnen überlebten den nassen Wonnemonat nicht so dass am 2. Juni nur noch zwei Jungstörche beringt werden konnten.

wiblingen

2015:
Nach knapp 1000 Jahren das erste Storchennest auf der 1093 gegründeten Klosteranlage in Wiblingen? Jedenfalls gibt es keine Angaben in der Fachliteratur zu historischen Storchenvorkommen in Wiblingen. Jetzt hat sich dort ein Storchenpaar häuslich eingerichtet. Die beiden machten es sich dabei nicht leicht. Tagelang versuchten die Vögel während des heftigen Frühjahrsorkans "Niklas" auf dem Südflügel ein Nest zu installieren. Die Windstärken bliesen das angeschleppte Gezweig jeweils wieder von der Dachspitze. Erst als "Niklas" endlich die Puste ausging, nahm das Nest in Windeseile Form an und um den 10. April liess man sich zur Brut nieder. Das Storchenmännchen ist unberingt und bleibt daher inkognito. Das Weibchen dagegen ist "eine alte Bekannte": Die Störchin schlüpfte 2009 in Rulfingen (SIG) und brütete 2013 und 2014 im nahen Gögglingen.

Juni: Nach mehrwöchiger Bebrütung der "Windeier" schlüpften Mitte Mai drei Küken. Mitte Juni musste sich die Drehleiter der Ulmer Feuerwehr schon ziemlich strecken, um überhaupt an den hohen Horst zu kommen damit die zwei übriggebliebenen Jungstörche beringt werden konnten. Der dritte Nestlinge wurde nur wenige Tage alt.

Ende Juli verließen die beiden Jungstörche das erste Mal ihren Horst.

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