Die Störche Oberschwabens


Fronhofen



Fronhofen

Fronhofen
Fotos: Ute Reinhard 2016.

2017: Im Frühjahr 2017 erschien der erste Storch in Fronhofen schon am 4. Februar. Es war aber nicht der unberingte Storchenmann, welcher im letzten Jahr hier gebrütet hatte, sondern ein dreijähriges Männchen aus Radolfzell, welches im April 2016 zuerst in Laubbach einige Tage lang die dortige Nistunterlage besetzt hatte und dann nach Illmensee umgezogen war, von wo er damals allerdings samt seiner Partnerin vertrieben wurde.
Etwa einen Monat später kam dann die mittlerweile fünfjährige Schweizerin vom letzten Jahr in Fronhofen an und akzeptierte anscheinend ohne größere Probleme ihren neuen Partner. Der letztjährige Ehemann erschien dann aber wohl doch noch, denn nur wenige Tage später gab es in Fronhofen einen heftigen Kampf, auch wurde zu dieser Zeit ein unberingter Storch gesehen, und ein unberingtes Männchen tauchte schließlich im benachbarten Ringgenweiler auf. Möglicherweise war es der letztjährige Fronhofener Gatte, der dieses Jahr in Fronhofen den Kürzeren gezogen hatte.
In den letzten Märztagen wurden jedenfalls die ersten Eier gelegt, und bei der letzten Horstbeobachtung am 5. Mai tummelten sich tatsächlich die ersten kleinen Störche, bis dahin drei an der Zahl, im Fronhofener Nest.

Juli: Es pellte sich tatsächlich noch ein viertes kleines Küken aus den Fronhofener Storcheneiern, welches allerdings nur wenige Wochen lebte. Die drei älteren entwickelten sich jedoch gut, bei ihrer Beringung am 20. Juni mit Hilfe der EnBW wiesen sie mit 3,0, 3,5 und 3,6 Kilogramm das bei optimaler Fütterung üblicherweise zu erreichende Gewicht auf.

Jetzt gegen Ende der Nestlingszeit sind die Eltern mit Futter allerdings etwas knickrig geworden. „Fliegt los und sucht´s euch selbst!“ ist die Devise, „Bald sind wir für euer Wohlergehen sowieso nicht mehr zuständig. Und an euren Flugkünsten solltet ihr auch noch etwas arbeiten, denn das Fliegen wird in den nächsten Wochen und Monaten eure wahre Bestimmung sein.“


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