Die Störche Oberschwabens


Ringgenweiler



Ringgenweiler
Foto: Ute Reinhard 2016.

2016: Nachdem nach und nach Esenhausen, Zußdorf und Hasenweiler südwestlich des Pfrunger-Burgweiler Rieds besiedelt wurden (kurzzeitig gab es auch ein besiedeltes Nest in Horgenzell beim Weiherhof), baute sich ein Weißstorchpaar dieses Jahr einen Horst auf einem Niederspannungsmast in Ringgenweiler. Es war die Hasenweiler Störchin, die bei ihrer Rückkehr ihr Nest in Hasenweiler von einer anderen Störchin besetzt vorgefunden und den Kampf gegen die Rivalin verloren hatte, zusammen mit einem ganz jungen, erst zweijährigen Männchen aus Altheim im Bodenseekreis.
Die erfahrene Störchin (zehn Jahre älter als ihr neuer Gatte) und der Jungspund brüteten und brachten um den 20. Mai vier Junge zur Welt. Vier Wochen lang ging alles gut, nur das Nesthäkchen schien etwas zurückgeblieben. Dann aber kam der nasskalte 16. Juni und eine darauffolgende kalte und windige Nacht mit Dauerregen, und plötzlich war alles vorbei. Das muntere Leben im Nest erlosch, alle vier Jungstörche starben.

Es bleibt uns nur die Hoffnung, dass das Paar nächstes Jahr wiederkommen wird und erneut auf dem Ringgenweiler Horst das fröhliche Geklapper der Störche erschallt. Hoffentlich haben sie dann mit der Jungenaufzucht mehr Glück als dieses Jahr.


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