Die Störche Oberschwabens


Ringgenweiler



2017: Das Paar, welches im Vorjahr in Ringgenweiler vier schon große Junge durch schlechtes Wetter verloren hatte, ist im Frühjahr 2017 nicht nach Ringgenweiler zurückgekehrt, sondern nach Zogenweiler umgezogen (keine sehr gute Entscheidung, denn die Nahrungsgebiete dort sind sehr viel dürftiger).
Stattdessen erschien am 8. März ein unberingter Storch auf dem Nest, und eine Woche später auch eine Storchendame. Sie blieben aber nicht in Ringgenweiler. Wieder eine Woche später war das Nest leer, und es interessierten sich in der Brutsaison 2017 keine anderen Störche mehr dafür.
Vielleicht gibt es 2018 wieder eine Besetzung, vielleicht kehrt ja auch das ehemalige Brutpaar wieder nach Ringgenweiler zurück?

Ringgenweiler
Foto: Ute Reinhard 2016.

2016: Nachdem nach und nach Esenhausen, Zußdorf und Hasenweiler südwestlich des Pfrunger-Burgweiler Rieds besiedelt wurden (kurzzeitig gab es auch ein besiedeltes Nest in Horgenzell beim Weiherhof), baute sich ein Weißstorchpaar dieses Jahr einen Horst auf einem Niederspannungsmast in Ringgenweiler. Es war die Hasenweiler Störchin, die bei ihrer Rückkehr ihr Nest in Hasenweiler von einer anderen Störchin besetzt vorgefunden und den Kampf gegen die Rivalin verloren hatte, zusammen mit einem ganz jungen, erst zweijährigen Männchen aus Altheim im Bodenseekreis.
Die erfahrene Störchin (zehn Jahre älter als ihr neuer Gatte) und der Jungspund brüteten und brachten um den 20. Mai vier Junge zur Welt. Vier Wochen lang ging alles gut, nur das Nesthäkchen schien etwas zurückgeblieben. Dann aber kam der nasskalte 16. Juni und eine darauffolgende kalte und windige Nacht mit Dauerregen, und plötzlich war alles vorbei. Das muntere Leben im Nest erlosch, alle vier Jungstörche starben.

Es bleibt uns nur die Hoffnung, dass das Paar nächstes Jahr wiederkommen wird und erneut auf dem Ringgenweiler Horst das fröhliche Geklapper der Störche erschallt. Hoffentlich haben sie dann mit der Jungenaufzucht mehr Glück als dieses Jahr.


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