Die Störche Oberschwabens


Gutenzell-Hürbel



Hürbel
Foto: Ute Reinhard 2016.

2017: Der Ostracher und die Affenbergerin, beide jetzt fünf Jahre alt, besetzten Anfang März wieder ihren Horst auf dem Schloss in Hürbel. In den letzten Märztagen lagen die ersten Eier im Nest und um den ersten Mai schlüpften die ersten Jungen. Die Nestkuhle ist allerdings ziemlich tief. Man sieht zwar, dass gefüttert wird, wieviele Schnäbel sich allerdings das Futter teilen, konnte man Anfang Mai noch nicht sehen. Zum Zeitpunkt der letzten Nestbeobachtung am 4. Mai waren vermutlich auch noch nicht alle kleinen Störche geschlüpft.

Juli: Die Storcheneltern von Hürbel machten sich auch in der Saison 2017 keinen Stress und ließen es mit der Aufzucht von zwei Jungstörchen bewenden. Auch diese werden wieder mangels Zugänglichkeit des Horstes ohne einen Kennzeichnungsring ausfliegen. Von Papa und Mama werden sie sich schon in wenigen Wochen verabschieden, sich mit anderen Jungstörchen Oberschwabens treffen und mit diesen in den Süden ziehen.

2016: In Gutenzell-Hürbel nisteten schon im Jahr 2015 erstmals Störche auf dem Schloss und brachten auch gleich zwei Junge durch. Von dem Nest erfuhren wir recht spät, weshalb die beiden Jungstörche unberingt ausgeflogen sind (allerdings ist der Horst für einen Hubsteiger sehr wahrscheinlich sowieso unzugänglich).

Dieses Frühjahr sind die beiden – ein nun vierjähriges Männchen aus Ostrach und ein gleichaltriges Weibchen vom Affenberg in Salem – zum Schlossnest zurückgekehrt und Anfang April begannen sie mit dem Brutgeschäft. Bei der letzten Nestbeobachtung am 17. Mai waren die zu diesem Zeitpunkt ca. 10 Tage alten, noch sehr kleinen Jungen nicht zu sehen. Bald werden sie aber die Köpfchen über den Nestrand recken. Mal sehen, wieviele es geworden sind.

Juli: Die Storcheneltern in Hürbel hatten es in dieser Saison nicht allzu schwer, denn sie hatten nur einen Jungvogel auf dem Schlossnest zu versorgen. Das taten sie allerdings vorbildlich, der Nachwuchs überstand alle Starkregen und Kälteeinbrüche ohne größeren Probleme. Nun heißt es üben, üben, üben, denn der Sprung vom hohen Nest ist nicht ganz ohne und erfordert auch Wagemut. Dann aber steht ihm die ganze Welt offen, und wer möchte nicht mit ihm tauschen, wenn er durch die Lüfte segelt?


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