Die Störche Oberschwabens



Tiefenbach



2016: Westlicher Ortsrand: Wie 2015, seit Ende März wird gebrütet, gegen Ende April erfolgte der Schlupf. Im Verlauf des Mai blieben vier Nestlinge auf der Strecke – Ende Mai war das Nest leer.

Ortsmitte: Wie in den zurückliegenden zwei Jahren sind es wieder zwei unberingte Störche, die seit Ende März aufs Neue hier ihr Brutglück versuchen. Der Schlupf begann wenige Tage vor Aprilende. Nachdem in den ersten Maitagen drei Nestlinge registriert wurden war bei einer Kontrolle Mitte Mai das Nest bereits wieder ohne jegliches Jungstorchleben.

Südlicher Ortsrand: Wie 2015, seit Ende März wird gebrütet. Der Schlupf der ersten Küken erfolgte am 27. April. Alle fünf Eier wurden erfolgreich bebrütet und Anfang Mai saßen fünf Küken im Nest. Von denen überlebte allerdings nur eins. Der Single wurde am 2. Juni beringt.

2015: Westlicher Ortsrand: Seit 2012 ist das Nest auf dem Gittermast am westlichen Ortsrand von einem 2008 in Egolzwill bei Luzern geschlüpften Männchen besetzt. Das 2010 in Frickingen (FN) geschlüpfte Weibchen ist ebenfalls seit 2012 hier horsttreu. Seit Ende März wird gebrütet. Anfang Mai saßen drei Küken im Nest. Das Trio wurde Anfang Juni beringt.

Um den 7. Juli verließen zwei Jungstörche das erste Mal ihren Horst, ein Nestling verendete als Heranwachsender noch vor dem ersten Ausflug.

Ortsmitte: Wieder sind es zwei unberingte Störche, die seit Ende März aufs Neue hier ihr Brutglück versuchen. Anfang Mai saßen drei Küken im Nest. Das Trio wurde am 12.  Juni beringt.

Um den 10. Juli wurden die ersten Rundflüge beobachtet.

Südlicher Ortsrand: Seit 2014 ist das Nest am südlichen Ortsrand von einem 2011 in Riedhausen geschlüpften Männchen besetzt. Das 2012 in Allmendshofen (VS) geschlüpfte Weibchen ist ebenfalls seit 2014 hier horsttreu. Seit Ende März wird gebrütet. Anfang Mai saßen vier Küken im Nest. Zwei Nestlinge wurden Anfang Juni beringt, deren Geschwister wurden nur zwei bzw. drei Wochen alt.

Um den 7. Juli verließen die beiden Jungstörche das erste Mal ihren Horst.

2014: Westlicher Ortsrand: Das seit 2012 besetzte Storchennest am westlichen Ortsrand von Tiefenbach ist auch dieses Jahr wieder Sommerresidenz für das jetzt im dritten Jahr dort heimische Storchenpaar. Seit Anfang April wird gebrütet. Allerdings blieb das Paar nicht allein sondern scharte zusätzliche gefiederte Kollegen um sich: Vergleich Tiefenbach Ortsmitte und Tiefenbach südlicher Ortsrand.

Mitte Mai sassen drei Nestlinge im Horst auf dem Gittermast. Wegen der Altersgleichheit wurden zu den dreien ein vierter Nestling gesetzt, der kurz vorher in Emerkingen ausgehorstet wurde, weil seine Storchenmutter an einer Straße tot aufgefunden worden war. Der Halbwaise wurde von seiner neuen Familie angenommen, aber vielleicht dann doch nicht so akzeptiert wie es nötig gewesen wäre. Jedenfalls erlebte der Halbwaise den neunten Tag in seiner neuen Behausung nicht mehr. Die drei heimischen Jungstörche wurden am 13. Juni beringt.

Erste Ausflüge der drei Jungstörche erfolgten um den 20. Juli.

Tiefenbach
Tiefenbach Ortsmitte. 2014.

Ortsmitte: Schon im vergangenen Jahr versuchten Störche gegenüber der Tiefenbacher Kirche auf einem hölzernen Strommast dauerhaft zu landen. Dieses Jahr gelang dies einem unberingten Storchenpaar. Ende März begannen die brutwilligen Stromer, von denen nie jemand erfahren wird woher sie gekommen sind, mit dem Bau ihres Eigenheims, das ohne elektrischen Anschluss blieb. Für die erforderliche Brutwärme der ab Anfang April gelegten Eier sorgen die Störche selber. Bleibt zu hoffen, dass das Paar weiterhin einen guten Draht zu den Kollegen in der unmittelbaren Umgebung hat.

Mitte Mai sassen drei Nestlinge im Horst auf dem Strommast.  Am 13. Juni wurde das Trio beringt.

Erste Ausflüge der drei Jungstörche erfolgten um den 10. Juli.

Südlicher Ortsrand: Man nehme einen Holzmast, montiere an dessen Spitze ein Storchennest und ramme das gegenüberliegende Mastende am Rande seines Gartens in den Boden und harre der Dinge die da kommen werden.  So geschehen und durchgeführt in einem Hausgarten am südlichen Ortsrand Tiefenbachs. Lange harren mussten die Gartenbesitzer nicht. Keine drei Wochen  später nach Errichtung der Storchenniederlassung stellte sich Ende März ein Storchenpaar ein das Anfang April anfing zu brüten mit dem Ziel junge Störche in den Garten zu pflanzen.

Mitte Mai sassen drei Nestlinge in diesem Horst. Am 13. Juni konnten zwei beringt werden, ein Nestling erlebte den Beginn des Juni nicht mehr.

Erste Ausflüge der beiden Jungstörche erfolgten um den 20. Juli.

Tiefenbach
Tiefenbach, südlicher Ortsrand. 2014.

Tiefenbach
Foto: G. Steinhauser, 2013

2013: Das letztjährige Storchenpaar scheint Gefallen gefunden zu haben an dem Tiefenbacher Nest. Jedenfalls sind die beiden Störche seit den ersten Märztagen wieder zu sehen. Mit der Brut wurde um den 1. April begonnen. Anfang Mai erfolgte der Schlupf der ersten Küken. Um den 10. Mai belebten drei Nachwuchsstörche das Nest auf dem Mast in Tiefenbach. Und das blieb auch so bis Ende Mai. Dann zog das Tief "Frederik" Ende Mai / Anfang Juni auf und trieb mehrere Tage sein Unheil so sehr, dass es dem Nachwuchs, wie so vielen anderen oberschwäbischen Nestlingen auch, das Leben kostete.

Tiefenbach

2012: Um die Mitte des Monats März schwebten nach 139 Jahren das erste Mal wieder Brutstörche in Tiefenbach am Federsee ein. In der "Dokumentation der Weißstorch-Brutvorkommen von 1400 bis 2009 in Baden-Württemberg" wird ein erfolgloser Brutversuch aus dem Jahre 1873 erwähnt. Einer der diesjährigen Störche stammt aus Egolzwill bei Luzern und steht im vierten Lebensjahr. Dieser Storch wollte sich schon 2011 im nahen Seekirch auf einem der Flutlichtmasten des dortigen Sportplatzes fortpflanzen, was ihm allerdings nur im Ansatz gelang. Sein diesjähriger Brutpartner stammt aus Frickingen am Bodensee und ist zwei Jahre alt.

Juni: Genau zur Monatsmitte im Mai begannen die Storchenküken zu schlüpfen. Vier Küken brachte das Storchenpaar zur Welt, von denen allerdings zwei schon bald in den ewigen Storchenhimmel einflogen.

August: Die Aufzucht der beiden Nestlinge verlief reibungslos. Am Tag des ersten Ausflugs am Ende des zweiten Julidrittels erlitt allerdings einer der beiden eine Bruchlandung bei der sich der Jungstorch ziemlich schwer am Bein verletzte. Der Sturzflieger ist gegenwärtig (Anfang August) bei Herrn Einstein, dem Leiter des Naturschutzzentrums Federsee, in Pflege.






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