Die Störche Oberschwabens



Oggelshausen Schullandheim/Pfarrhaus



2017: Seit 2005 ist das Nest auf dem Dach des Oggelshausener Schullandheims von einem 2003 auf dem Salemer Affenberg geschlüpften Männchen besetzt. Von 2005 bis 2016 war jeweils ein unberingtes Weibchen zugegen, seit diesem Jahr steht eine beringte Störchin im Nest, die 2012 in Welschingen (KN) geschlüpft war (und 2015 in Reichenbach (BC) brütete, 2016 war sie in Michelwinnaden (RV) Brutstorch). Mitte der Brut wurde Mitte April begonnen, Mitte Mai waren drei Küken geschlüpft. Von Ende Mai wurde ein Storchenkampf gemeldet bei dem  ein Nestling durch einen Schnabelhieb in den Kopf erdolcht wurde. Die zwei überlebenden Jungstörche wurden am 20. Juni mit Unterstützung der Buchauer Feuerwehr beringt.

Schullandheim 2005

Oggelshausen
4 Jungstörche auf dem Nest Oggelshausen Schullandheim. Foto: Georg Steinhauser

2016: Wie 2015, seit Ende März wird gebrütet, Ende April begann der Schlupf.
Vom nahen Kirchturm aus waren nie mehr als zwei Küken zu sehen. Die beiden wurden am 2. Juni beringt.

2015: Seit 2005 ist das Nest auf dem Dach des Oggelshausener Schullandheims von einem 2003 auf dem Salemer Affenberg geschlüpften Männchen besetzt. Ebenfalls seit 2005 ist jeweils ein unberingtes Weibchen zugegen. Seit Ende März wird gebrütet.

Juni: Ende April saßen drei Küken im Nest. Das Trio wurde Anfang Juni beringt.

Anfang Juli verließen die drei Jungstörche das erste Mal ihren Horst.

2014: Dasselbe Männchen der letzten Jahre brütet wieder mit einer unberingten Störchin auf dem Oggelshausener Schullandheimdach. Das Brutgeschäft begann dort Ende März.

Der Schlupf von vier Küken erfolgte Ende April. Am 2. Juni wurde das Quartett beringt.

Erste Ausflüge der vier Jungstörche erfolgten um den 10. Juli.

Oggelshausen

2013: Etwas später als letztes Jahr stellten sich dieses Jahr die Störche auf dem Dach des Schullandheimes ein. Seit Anfang März kann man dort wieder das letztjährige Männchen mit einem unberingten Weibchen beobachten. Seit Anfang April wird gebrütet.

Entgegen dem allgemeinen oberschwäbischen Trend mit bis zu 80% toten Nachwuchsstörchen, die wegen der Unwetterlage Ende Mai / Anfang Juni ihre Leben lassen mussten, schlugen sich die Oggelshauser Altstörche samt Nachwuchs außerordentlich gut. Wie im benachbarten Pfahlnest waren hier bis zum 10. Mai drei Küken geschlüpft. Entgegen ihren Leidensgenossen auf dem Pfahlnest trotzten die Pfarrhausdachstörche allerdings erfolgreich den Wetterunbilden von Tief "Frederik", so dass am 13. Juni alle drei Jungstörche mit Hilfe der Bad Buchauer Feuerwehr beringt werden konnten. Ab dem 7. Juli verließen die drei nach und nach ihren Horst um die ersten Rundflüge über Oggelshausen zu absolvieren.

2012: Das Storchenweibchen unberingt, derselbe beringte Storchenmann wie die Jahre zuvor – in dieser Besetzung schritt man auf dem Schullandheimdach auch dieses Jahr wieder zur Brut. Ende März wurden die ersten Eier gelegt.

Juni: Ende April schlüpften drei Küken aus ihren Eischalen. Fünf Wochen später konnten allerdings nur zwei Jungstörche beringt werden, der dritte Nestling überlebte seine ersten beiden Wochen nicht.

August: Anfang Juli verließ das Duo das erste Mal das Rondell auf dem Hausdach, um in den Kreisen  der Großen mitzufliegen.

2011: Wie schon die Jahre zuvor meldete Storchennestnachbar Herr Koch das Eintreffen des altbekannten Männchens und einer unberingten Partnerin in der letzten Februarwoche. Inzwischen wird seit Ende März gebrütet.

Juni: Ende April begann der Schlupf und schon bald waren vom nahen Kirchturm aus drei frische Küken zu sehen. Bei der Beringung Ende Mai wurde festgestellt, dass einer der Jungstörche eine Verletzung am Flügel hatte und er mußte aus dem Nest genommen werden. Nach einer Erstbehandlung in der Tierärztlichen Klinik Dr. Halfmann in Uttenweiler wurde der Rekonvaleszent nach Salem an den Affenberg gebracht, wo er dankenswerterweise weiterversorgt wurde.

Die beiden gesunden Nestlinge verließen ihr Nest als stattliche Jungstörche das erste Mal Anfang Juli.

2010: Wie viele oberschwäbischen Störche besetzte dieses Jahr auch das Schullandheim-Storchenpaar sein Nest bereits in der ersten Februarwoche. Vier Wochen später begann das jetzt siebenjährige, vom Salemer Affenberg stammende Männchen mit der Brut. Wie die Jahre zuvor hat er auch heuer wieder eine unberingte Partnerin an seiner Seite.

Juni: Nach viereinhalb Wochen Brut erblickten drei Neuoggelshausener Storchenküken das Licht der Welt.

August: Wie die vier Jungstörche vom Fimpel-Schmid'schen Nest am Oggelshausener Ortsrand, wurde das innerörtliche Jungstorchtrio ebenfalls am 4. Juni beringt. Gleichzeitig mit ihren Kollegen von nebenan verliessen die Drei um den 10. Juli das erste Mal ihr Nest auf dem Schullandheimdach. Am 19. Juli wurde "Nestnachbar" Herr Koch alarmiert. Ein Jungstorch war gegen eine Hauswand geflogen, stand jetzt in einem Hof bei der Kirche und hatte offensichtlich sämtliche Koordinaten verloren. Herr Koch übernahm die Erstversorgung des benommenen Fliegers. Kurz darauf wurde der Jungstorch in Herrn Müllers Voliere nach Herbertingen verbracht, wo er während eines sechstägigen Aufenthaltes seine Fluginstrumente neu ordnen konnte. Am siebten Tag erfreute sich der Jungstorch wieder bester Gesundheit und konnte an seinem Heimatort ausgesetzt werden.

2009: Wie letztes Jahr kehrte der altbekannte Storchenmann Anfang März aus dem Winterquartier mit einer unberingten Partnerin in sein Nest zurück. Wie letztes Jahr wurde seit Ende März gebrütet.
Nach 32 Tagen begann planmäßig der Schlupf und Anfang Mai saßen vier frische Oggelshausener im Nest auf dem Schullandheim. Im Gegensatz zum nahen Pfahlnest am Oggelshausener Ortsrand trotzten die vier Nestlinge den Attacken von Dervaz, Bonifaz sowie der Kalten Sophie und retteten sich in die mildere zweite Maihälfte. Am 30. Mai wurde das Quartett beringt. Vier Tage nach der Beringung konnten nur noch drei Jungstörche im Nest beobachtet werden, der vierte, der sich bei der Beringung überaus aggressiv gab, fehlte.

Juli: Die drei übriggebliebenen Jungstörche verließen Anfang Juli das erste Mal ihren Horst, wobei sich einer bei einer Bruchlandung an der Schwinge verletzte, eingefangen und kurzzeitig zu Dr. Halfmann nach Uttenweiler in tierärztliche Behandlung gegeben werden mußte. Bald darauf wurde der Rekonvaleszent, nachdem er bei Herrn Egon Müller in Herbertingen aufgepäppelt worden war, nahe seinem Oggelshausener Heimathorst ausgesetzt, worauf er sich postwendend seinen Geschwistern anschloss.

2008: Anfang März kehrte das jetzt fünfjährige Männchen aus dem Winterquartier auf das Nest zurück, dem es jetzt schon seit 2005 die Treue hält. Im Gefolge eine unberingte Partnerin – ob es dieselbe wie aus den vergangenen Jahren ist?

Juni: Die beiden entschieden sich dieses Jahr für insgesamt 3 Eier, aus denen nach Brutende allerdings nur 2 Küken schlüpften. Ein Nestling gab sein Leben schon bald nach dem Schlupf auf und überließ seinem Geschwister komplett die zukünftigen Futterrationen der Elternstörche. Am 31. Mai wurde das Einzelkind mit Hilfe der Bad Schussenrieder Feuerwehr beringt. Bei der gleichzeitigen Wägung wurde ein stattliches Gewicht von 3 kg festgestellt.

Juli: Der Einzelstorch verließ das erste Mal sein Nest am 7. Juli, verbrachte noch zwei Tage auf einer Wiese am Oggelshausener Ortsrand und ward von dort an in der Umgebung des Nestes nicht mehr gesehen. Möglicherweise gesellte er sich schon bald zu seinen nahen Nachbarn von Schmids Pfahlnest oder machte gemeinsame Sache mit anderen herumstreichenden Störchen, denen er sich angeschlossen haben könnte.

2007: Auf dem Schullandheim sitzt wie die Jahre zuvor das aus Salem stammende Männchen mit einer unberingten Partnerin seit gut 4 Wochen auf dem Gelege – durch die hilfreichen Dienste der zuständigen Mesnerfamilie kann der Aufzuchtverlauf vom nahen Kirchturm aus optimal beobachtet werden.

Juni: Aus einem 4er-Gelege entschlüpften Anfang Mai 2 Küken. Doch sieht der Federsee dieses Jahr keine eigenen Nachwuchsstörche, weil die beiden Schullandheim-Nestlinge das gleiche Schicksal ereilt hat, wie ihre Nachbarn auf dem Pfahlnest am Oggelshausener Ortsrand: In der Nacht zum 28. Mai setzte verheerendes Regenwetter mit kühlem und starkem Wind ein und hielt fast den ganzen 29. Mai über an. Mehr als 70% aller oberschwäbischen Storchennestlinge kamen dabei um, in vielen Nestern war Anfang Juni kein Leben mehr – so auch in den beiden Oggelshausener Storchenhorsten.

 

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