Die Störche Oberschwabens



Biberach

Biberach

2009

Biberach

2009

Biberach

2008


2017: Die Biberacher Störche sind einfach nicht zu entmutigen und wollen es noch einmal versuchen. Sie ließen sich mit dem Gelege einige Tage mehr Zeit als in den Jahren zuvor, am 3. April lag das erste Ei im Nest. Nach und nach folgten noch mehr, und am 11. April war das Gelege mit fünf Eiern komplett.
Wer Näheres wissen möchte, kann sich wie immer auf dieser Webseite informieren und über eine Kamera selbst ins Biberacher Nest schauen.

2016: Dieses Jahr ist was los im Biberacher Nest!
Wie in den letzten Jahren begannen die beiden unberingten Störche wieder Ende März mit der Eiablage: Das erste Ei lag am 31. März im Nest. Ein weiteres wurde schon am nächsten Tag gelegt, das dritte folgte am 3. April, etwas verzögert drei Tage später das nächste und schließlich am 8. April das fünfte Ei. Man weiß das so genau, weil man über eine Kamera ins Biberacher Nest sehen kann.
Inzwischen sind aus allen Eiern Junge geschlüpft, so dass sich im Biberacher Nest tatsächlich fünf kleine Störche tummeln. Mit der Faulenzerei ist es auf jeden Fall für die Storcheneltern erstmal vorbei. Ob sie die vielen Schnäbel satt bekommen werden? Wer Näheres wissen möchte, kann sich auf der webseite informieren.

Juli: Jetzt hätte es endlich wieder einmal in Biberach mit Nachwuchs geklappt, und dann so ein Pech! Zwar lebten die beiden deutlich kleineren Nesthäkchen nur wenige Tage, doch drei der Jungvögel hielten sich gut, kamen gut durch die Eisheiligen und überstanden auch die nasskalten Tage um den 23./24. März. Dann, am Abend und in der Nacht des 29. Mai gab es ein fürchterliches Unwetter um Biberach mit Starkregen, Hagel, Kälte und Sturm. In Biberach und den umliegenden Gemeinden liefen die Keller voll. Am nächsten Morgen erwartete alle ein trauriger Anblick. Im Biberacher Nest lagen drei weiße Knäuel, es bewegte sich nichts mehr. Die Altvögel standen trauernd daneben. Umsonst die Mühe der Brut, umsonst das Umsorgen und Füttern der Jungen.
Das Schicksal hat in dieser Nacht aber nicht nur die Biberacher Jungstörche ereilt, auch die Ummendorfer Jungschar – am 17. Mai noch zu viert – erwischte es in dieser Unwetter-Nacht komplett.

So bleibt uns nichts anderes übrig, als auf das nächste Jahr zu hoffen und den Störchen für die Saison 2017 mehr Glück zu wünschen.

2015: Ähnlich wie im letzten Jahr begannen die in Süddeutschland überwinternden Biberacher Störche wieder Ende März mit der Eiablage. In den ersten Maitagen ist mit dem Schlupf der ersten kleinen Störche auf dem Museum zu rechnen.
Hoffentlich bringen die Storcheneltern dieses Mal ihren Nachwuchs durch. Denn in den letzten Jahren hat es – zum Teil aus unerfindlichen Gründen - ja leider nicht geklappt.

Juni: Das wird wohl nix mit den Biberacher Störchen. Zwar wurden zur Schlupfzeit die Eier immer weniger, aber es waren keine Jungen im Nest zu sehen. Es wäre nicht das erste mal, dass verhaltensgestörte Störche ihren Nachwuchs unmittelbar nach dem Schlupf verschlingen, und etwas Ähnliches scheint sich hier zugetragen zu haben. Ob diese Störche irgendwann nochmal was zustande bringen werden? Wir würden uns freuen.

Über die Webkamera auf der Internetseite kann man wieder ins Biberacher Nest sehen.

2014: Die Biberacher Störche verbrachten den Winter, der ja diesesmal recht mild ausfiel, wieder in Süddeutschland. Ende März legten sie ihr erstes Ei. Da die webcam derzeit defekt ist, besteigt Herr Rösler vom NABU regelmäßig den Kirchturm, um den Störchen ins Nest zu schauen. Insgesamt zählte er fünf Eier, und in seiner letzten Meldung berichtete er von einem leicht rosa gefärbten Ei (ein Werk des Osterhasen?).
Ende April werden demnach die ersten kleinen Störche im Nest auf dem Museum schlüpfen. Falls die Kamera bis dahin wieder repariert ist, kann man das Treiben im Biberacher Nest wieder auf der Webseite beobachten.

Biberach
Frisch geschlüpfte Junge. Foto: Martin Rösler 06.05.2014)

Ende Juni: Am 3. Mai sah Herr Rösler vom Kirchturm aus das erste frisch geschlüpfte Storchenküken im Nest. Drei Tage später waren es zwei. Ob noch mehr Junge geschlüpft sind, kann nicht gesagt werden, da die Kamera während dieser Zeit defekt war und sich bei einer weiteren Kontrolle am 13. Mai leider nichts mehr im Nest regte. Zwar war es in den Nächten und auch am Tag zuvor ziemlich kalt gewesen, trotzdem hätten die kleinen Störche diese wechselhafte Wetterperiode mit kurzen Kälteeinbrüchen wie die Jungen in vielen anderen Nestern eigentlich überleben müssen, da sie noch gut von den Eltern abgedeckt werden konnten. Ob sich hier wieder einmal Verhaltensstörungen überwinternder und im Winter zugefütterter Störche bestätigen?

2013: Schluss ist´s mit der Winterpause und dem faulen Lotterleben. Die Biberacher Störche haben wieder dauerhaft ihr Nest bezogen und Anfang April mit der Brut begonnen. Am 4. April lag das erste Ei im Nest. Hoffen wir, dass sie dieses Mal mehr Glück bei ihrem Brutgeschäft haben als letztes Jahr, und wir wieder einmal Junge in Biberach beringen können. Wer die Biberacher Störche live sehen will, kann das wieder auf der webseite tun; wenn man Glück hat, sind Storch oder Störchin gerade von den Eiern aufgestanden, um sie zu wenden, und man kann sie zählen.

Juni: Bis einschließlich 9. April war es sehr kalt, und genau in diese Zeit fiel die Eiablage der Biberacher Störche. Vermutlich wurden die Eier nicht häufig genug von den Störchen in dieser Anfangszeit gewendet und erlitten Frostschäden. Jedenfalls schlüpften aus dem Gelege keine Küken. So ist Biberach mal wieder ohne Storchennachwuchs. Hoffentlich klappt es im nächsten Jahr. Es wäre doch schön, wenn sich wieder mal Storchenkinder auf dem Museum tummeln würden.

2012: Unsere beiden Biberacher Störche, die wie immer den Winter in Süddeutschland verbracht haben, sind seit Anfang April wieder ständig auf ihrem Horst zu sehen (zumindest einer von ihnen), denn am 1. April klapperte die Störchin zu ihrem Gatten: "Schau, ich habe ein erstes Ei ins Nest gelegt" und es war kein Aprilscherz.
Wer beobachten will, wieviele Eier es insgesamt werden, schaue am besten unter www.nestcam.mybiberach.de ins Storchennest.  

Anfang Juni: Vier Eier wurden ins Biberacher Nest gelegt. Geschlüpft ist dann aber leider nichts, denn die Brut wurde nach gut drei Wochen abgebrochen. Ob ein Storchenkampf oder die nahe Baustelle dafür verantwortlich war, konnte nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Die beiden Unberingten sind jedenfalls noch da, werden dem Ort hoffentlich trotzdem die Treue halten und es nächstes Jahr wieder mit einer Brut versuchen.

2011: Unsere beiden in Süddeutschland überwinternden Biberacher Störche sind wieder auf ihrem Horst und widmen sich seit den letzten Märztagen dem Brutgeschäft. Sie sitzen auf fünf Eiern (oder sind es sogar sechs?), zu sehen mit der webcam, die dieses Jahr sogar bewegte Bilder liefert.

Juni: Am 3. Mai bewegte sich erstmals etwas im Biberacher Nest, die ersten beiden kleinen Störche pellten sich aus den Eiern. Nach und nach schlüpften noch weitere drei Küken, so dass sich schließlich fünf kleine Störche im Horst auf dem Museum tummelten. Die beiden Kleinsten überlebten allerdings kaum eine Woche, es war wohl doch etwas zuviel Kindersegen für die beiden fütternden Altstörche. Den übrigen drei geht es allerdings gut. Am 7. Juni bekamen sie Besuch von der Biberacher Feuerwehr und der Beringerin. Sie erhielten ihren Personalausweis, den schwarzen Ring mit weißer Nummer, wurden gewogen und bekamen ihre Schnäbel geputzt. Letzteres war dieses Mal jedoch kaum notwendig, denn wegen des trockenen Wetters war die Schnäbel verschmutzende Regenwurmkost dieses Jahr Mangelware. Der Nährzustand der kleinen Störche wurde durch den Regenwurmmangel jedoch augenscheinlich nicht beeinträchtigt: die beiden Ältesten wogen nämlich jeweils 3 kg, der Kleinere brachte immerhin auch noch 2,65 kg auf die Waage. Auch waren sie recht aufmüpfig und griffen vehement das ins Nest gestellte Körbchen mit den Beringungsutensilien an. Vermutlich lag es am schwülen Wetter, denn die an diesem Tag in anderen Horsten zu beringenden Jungstörche verhielten sich ebenfalls auffallend aggressiv.

Anfang August: Unsere Biberacher Jungstörche zeigten sich auch weiterhin putzmunter. Nachdem sie durch fleißiges Üben ihre Flugmuskulatur entwickelt hatten, wurde es ihnen Mitte Juli auf ihrem Horst schließlich zu langweilig und sie wagten den Sprung ins Ungewisse. Bald werden sie sich anderen Jungstörchen aus der Gegend anschließen, und ab geht’s nach Frankreich und nach Spanien, vielleicht sogar bis nach Westafrika. Ob wir sie in zwei oder drei Jahren in Oberschwaben wiedersehen werden?

2010: Auch diesen Winter verbrachten die Biberacher Störche nicht in Spanien oder Afrika, sondern in Oberschwaben. So waren sie auch zugegen, als am 5. März ihr Zuhause mit Hilfe der Biberacher Feuerwehr frisch gerichtet wurde. Abdichtendes lehmiges Material und eingetragener gefährlicher Unrat wie z.B. Schnüre (in oberschwäbischen Nestern bisher eigentlich selten) wurden entfernt und durch lockeres Astwerk ersetzt. Während der Sanierung suchten die Störche natürlich das Weite (wer hat schon gern die Feuerwehr in nächster Nähe).
Kurz vor Ostern wurde das erste Ei gelegt, und genau zu Ostern begann man mit der Brut. Ein Blick vom Kirchturm zeigt, dass das Paar dieses Frühjahr auf drei Eiern sitzt.

Juni: Anfang Mai waren dann auch drei Junge im Biberacher Horst zu sehen, das dritte schlüpfte am 8. Mai. Aber wie schon des Öfteren ließen es die Biberacher Störche bei dem zu dieser Zeit nasskalten Wetter an der notwendigen Fürsorge fehlen. Das Kleinste lebte nur zwei Tage, die beiden anderen lebten auch nur eine Woche länger. Am 17. Mai bewegte sich nichts mehr im Biberacher Nest. Zugegeben, das Wetter war wirklich scheußlich in diesen Tagen, aber die Jungen waren noch klein und hätten gut geschützt werden können, vielleicht wurde ihnen auch zuwenig Futter gebracht. In zahlreichen anderen Horsten Oberschwabens mit drei oder sogar vier Jungen, die zum gleichen Zeitpunkt geschlüpft waren, haben jedenfalls alle Jungen die drei kalten Maiwochen überstanden. Es gab zwar auch in einigen anderen Nestern Totalausfälle, doch deuten diese in ihrem Verlauf ziemlich eindeutig auf eine Infektion als Ursache hin (der Untersuchungsbefund steht noch aus). Bezeichnenderweise kamen auch im Saulgauer Nest und im Ostracher Nest – wie der Biberacher Horst mit Überwinterer-Storchenpaaren besetzt – von fünf Jungen beziehungsweise vier Jungen jeweils drei um. Am 15. Mai, einem sehr kalten Tag, wurde in Bad Saulgau beobachtet, wie der Altstorch stundenlang neben seinen beiden übriggebliebenen frierenden Jungen stand, ohne überhaupt den Versuch zu machen, sie durch seine Körperwärme zu schützen.
Hoffen wir, dass nächstes Jahr in Biberach das Wetter stimmt, so dass hier mal wieder kleine Störche aufwachsen können.

2009: Wie schon in den Jahren zuvor verbrachte das unberingte Biberacher Storchenpaar den Winter wieder bei uns.
Wer ins Storchennest sehen will, braucht nicht mehr auf den benachbarten Kirchturm zu steigen, sondern kann dies ganz bequem von zu Hause aus am Computer tun. Eine webcamera beobachtet nämlich genau das Geschehen. Beim Besuch dieser Internetseite konnte am 5. April erstmals das regelmäßige Bebrüten eines Geleges festgestellt werden; zu diesem Zeitpunkt lagen zwei Eier im Nest, sodass mit dem Schlupf der ersten beiden Küken am 7. Mai zu rechnen ist. Wieviele Eier tatsächlich bebrütet werden, ist auf dem von der Kamera gelieferten Bild nicht genau zu erkennen. Ein Blick vom Kirchturm soll demnächst Klarheit bringen.

Juni: Der Blick vom Kirchturm hat Klarheit gebracht: 5 Eier wurden gelegt. Und tatsächlich schlüpften bis zum 12. Mai auch fünf Junge aus dem Gelege. Eine Woche dauerte das Familienglück, dann wurde es durch ein heftiges Gewitter am 19. Mai jäh beendet. Das Unwetter war in seiner Stärke nicht mit demjenigen am 26. Mai vergleichbar, und die Jungen waren noch recht klein, hätten also eigentlich noch gut geschützt werden können. Viele Küken in ähnlichem Alter in (z.T. ebenfalls storchenkinderreichen) anderen Horsten überlebten es problemlos. Augenscheinlich waren jedoch die Biberacher Storcheneltern (ein Überwintererpaar) dieser Ausnahmesituation nicht gewachsen.

2008: Sie sind Biberach treu geblieben, die beiden unberingten, ehemals in Schemmerhofen brütenden Adebare. Da sie den ganzen Winter über immer wieder um Biberach herum gesichtet wurden, hat sich die Vermutung bestätigt, dass es sich tatsächlich um das ehemalige, überwinternde Schemmerhofener Paar handelt. Trotz des Brutverlustes im letzten Jahr haben sie sich wieder für den Horst in der Biberacher Altstadt entschieden. Ca. am 1. April wurde das erste Ei ins Nest gelegt, insgesamt wurden es dann vier, und gegen Ende der ersten Maidekade dürfen wir das erste schlüpfende Küken erwarten.

Juni: Insgesamt vier Junge schlüpften im Biberacher Horst. Drei überlebten ihre ersten Lebenswochen und konnten mit Hilfe der Biberacher Feuerwehr am 6. Juni beringt werden. Alle drei Jungstörche waren nahezu gleich groß und brachten jeder knapp zweieinhalb Kilo auf die Waage, was angesichts ihres Alters von zu dieser Zeit etwa fünf Wochen etwas zu wenig ist. Bei einem der drei musste außerdem eine leichte Schnabeldeformation festgestellt werden: Ober- und Unterschnabel weichen an der Spitze geringfügig scherenförmig auseinander. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Schnabel bei weiterem Wachstum entwickelt. Verschlimmert sich die Deformation, kann sie dem Storch zum Verhängnis werden, da es ihm dann unmöglich wird, Nahrung aufzunehmen.

Juli: Die Biberacher Jungstörche sind nun nahezu ausgewachsen und seit 11. Juli flügge. Die Verformung des Schnabels des einen der drei hat sich zwar nicht zurückgebildet, doch immerhin auch nicht verschlimmert: Der Unterschnabel ist etwas länger als der Oberschnabel, die Spitze des Oberschnabels ist leicht verbogen, trifft jedoch noch auf den Unterschnabel, so dass der Jungstorch bei der Nahrungsaufnahme bisher ganz gut damit zurechtkommt. Wer die Familie noch vereint auf den Wiesen antreffen will, muss sich beeilen, denn bald werden die Jungen, von vorbeiziehenden Jungstorch-Trupps animiert, die Biberacher Gegend verlassen und in den sonnigen Süden ziehen. Ihre Eltern halten allerdings nichts vom Urlaub in Spanien oder Afrika, wie schon in den letzten Wintern werden sie auf den anstrengenden Flug verzichten und sich bei Eis und Schnee bei uns durchfüttern lassen.

2007: Storchenpaar in der Kreisstadt! Am 3. März sanierte der NABU den Horst auf dem Dach des Spitals in der Biberacher Altstadt, und schon 5 Tage später war der erste Storch da. Am nächsten Tag erschien sein Partner und seit diesen Tagen sind die beiden beschäftigt mit Nestbau und Brut.
Es sind zwei unberingte Störche, die vermutlich in den Vorjahren in Schemmerhofen gebrütet hatten und dort auch überwinterten, denn von dort sind sie verschwunden. Die Brut begann Anfang April, und am 12. April konnten wir vom nahen Kirchturm aus 5 Eier im Biberacher Nest zählen.

Die letzte Brut fand in Biberach übrigens im Jahr 1957, also vor genau 50 Jahren, statt. Das Storchenpaar zog damals zwei Junge groß. In den 1940er Jahren war der Horst ebenfalls einige Male besetzt.

Juni: Aus den Eiern schlüpften Anfang Mai drei Junge. Die Beringung war schon auf den 11. Juni festgesetzt, da kam das Pfingstwetter und alle Hoffnung auf den ersten Storchennachwuchs in Biberach seit 50 Jahren war dahin. Die drei Jungstörche teilten das traurige Schicksal vieler Artgenossen in diesen beiden Tagen. So bleibt uns nur, auf das nächste Jahr zu hoffen.


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