Die Störche Oberschwabens



Donaustetten



Donaustetten

2016: Keine Brut.

2015: Nach etlichen mißglückten Ansiedlungs- und Brutversuchen in den vergangenen Jahren auf dem Nest am Donaustetter Ortsrand bei der Kirche begann jetzt ein elsässischer Storch mit einem unberingten Partner Anfang April mit der Brut nach dem Motto: Liberté, Égalité, Fertilité.

Juni: …. aber auch mit dem Franzosen gab es Fisimatenten: Nach einem reibungslosen Brutverlauf wurden am 7. Mai erste Fütterungen beobachtet, ein paar Tage später war die Jungenaufzucht ohne erkennbaren Grund beendet, das Nest stand leer.

2012: Das Donaustetter Nest wies 2011 einen ganzjährigen Leerstand auf. Das 2010 brütende Männchen (aus Böhringen am Bodensee, damals zweijährig) und seine unberingte Partnerin ließen sich an dem unruhigen Standort (vgl. 2010) nicht mehr blicken.
Aus heiterem Himmel tauchten Anfang April 2012 plötzlich zwei brutwillige Störche in Donaustetten auf und besetzten das Nest. Die Ringnummer des Männchens konnte zwar abgelesen und in die Suchmaschinen eingegeben werden – das Suchergebnis steht noch aus. Das Weibchen ist dreijährig und stammt aus dem oberschwäbischen Rulfingen.
Mitte April wurde mit der Brut begonnen und der Schlupf von mindestens zwei Storchenküken erfolgte am 20. Mai. Weshalb das Nest zum Monatsende Mai dann plötzlich wieder völlig verwaist war, konnte nicht geklärt werden. Jedenfalls bekam das Brutpaar nach ortsansässigen Beobachtern immer wieder mal Besuch von fremden Störchen. Regelrechte Kämpfe wurden jedoch nicht beobachtet. Sollte die Aufgabe der Brut und des Nestes dennoch zusammenhängen mit den Vorkommnissen im nahen Griesingen, wo ebenfalls Ende Mai Storchenkämpfe beobachtet wurden und die gesamte Brut dabei verloren ging?

2010: Nachdem sich sporadisch immer wieder Einzelstörche in dem seit Jahren leer stehenden Nest auf einem landwirtschaftlichen Gebäude am Donaustetter Ortsrand niederließen, traf dort dieses Jahr ein Storchenpaar mit festen Absichten ein. Die beiden schritten schon bald nach ihrer Ankunft zur Brut, wurden aber immer wieder nach Auskunft von Anwohnern durch Fremdstörche "belästigt" bzw. auch attackiert. Unter den Ruhestörern befanden sich auch die Weibchen aus den nahe gelegenen Ortschaften Gögglingen und Achstetten (an beiden Standorten wurde 2010 erfolglos gebrütet). Nach fortgeschrittener Brutzeit wurde vermutlich bei einer etwas heftiger ausgefallener Auseinandersetzung unter Storchs das Gelege zerstört. Ein Ei wurde zerbrochen am Boden aufgefunden. Von dem Moment an war das Nest leer.

Donaustetten ist in der Weißstorchliteratur nirgends als ehemaliger Storchenstandort zu finden. Die Brut in diesem Jahr ist also die allererste Storchenbrut gewesen, die in Donaustetten registriert wurde.

Das Männchen trug einen Ring. Die Herkunft des wagemutigen Neusiedlers wird aktuell an der zuständigen Vogelwarte recherchiert. Das Weibchen war unberingt.

Startseite