Die Störche Oberschwabens


Hoßkirch



Hosskirch

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2017: Neubesiedlung von Hoßkirch!
Zwischen Altshausen und Ostrach und unmittelbar benachbart von Königseggwald gelegen, ist Hoßkirch eigentlich schon lange „Storchenerwartungsort“. Jetzt endlich hat sich ein Paar niedergelassen, allerdings auf einem Mast am Rand einer Garage, wo es den Anwohnern wegen des Kots nicht gerade angenehm ist (man wird versuchen, einen angemessenen Ersatzstandort zu finden).
Das Brutpaar ist ein Elsässer und ein dreijähriger Storch aus Wahlwies (von den Anwohner „Franz“ und „Hilde“ getauft, wer allerdings Männchen und wer Weibchen ist, wissen wir noch nicht). Mit der Brut begannen sie um den 10. April, und ca. 32 Tage später schälten sich die ersten Küken aus den Eiern. Schließlich waren es drei. Das kleinste wurde ungefähr zwei Wochen alt, dann wurde es tot unter dem Nest gefunden. Die beiden älteren wurden jedoch am 22. Juni mit Hilfe der EnBW im Alter von sechs Wochen beringt, wobei sich der kleinere als äußerst schmächtig erwies. Offensichtlich schnappte ihm das größere Geschwister bei der Fütterung die besten Brocken weg, er wog nur eineinhalb Kilogramm. Die Beringerin redete ihm ordentlich ins Gewissen, dass er sich das künftig nicht mehr gefallen lassen dürfe, und siehe da, auch der kleine (die beiden heißen übrigens Max und Moritz) überstand seine kritische Zeit und wird wohl bald das Fliegen lernen. Das war auch insofern nicht unbedingt selbstverständlich, da noch eine Erschwernis dazukam: Am 27. Juni, also nur fünf Tage nach der Beringung, kollidierte nämlich der Elsässer unweit von Hoßkirch tragischerweise mit einem Fahrzeug und wurde mit gelähmten Beinen am Straßenrand gefunden. Er starb beim Tierarzt an seinen inneren Verletzungen. So musste also sein Partner von da an alleine die Jungen großziehen, was in diesem Alter normalerweise kein Problem ist.

Autounfälle, überwiegend wohl Kollisionen mit Lastkraftwagen, häufen sich in den letzten Jahren und forderten auch dieses Jahr wieder viel zuviele Opfer. Besonders schlimm ist es, wenn – so wie dieses Jahr – vor allem Brutstörche von diesen Unfällen betroffen sind.


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