Die Störche Oberschwabens



Unlingen

2017: Pfarrhaus: Seit 2014 ist das Nest auf dem Pfarrhausdach von einem 2008 in Obermarchtal geschlüpften Männchen besetzt. Seit 2002 ist jeweils ein unberingtes Weibchen zugegen. Die Brut begann um den 27. März, Ende April wurden die ersten Fütterugen beobachtet. Schon bald danach sah man die Altstörche untätig im Nest stehen, weshalb es keinen Nachwuchs mehr gab, blieb ungeklärt.

Bahnhof: Wie schon 2016 war auch dieses Jahr wieder ein unberingter Storch mit von der Partie, als es ans Brüten auf dem Betonmast am Bahnübergang zwischen Unlingen und Daugendorf ging. Der Partnerstorch war beringt. Die Ringnummer wies ihn als geborenen Munderkinger (UL) aus, wo er 2012 geschlüpft war. Ab Ende März wurde gebrütet, Ende April erfolgte der Schlupf und es war nie mehr als ein Nestling zu sehen. Der Einzelstorch wurde am 8. Juni mit Hilfe der Riedlinger Feuerwehr beringt.

 


2016: Pfarrhaus: Wie 2015, aber Brutbeginn war zu Beginn des kalendarischen Frühlings, um den 22. April begann der Schlupf. In der Folge waren nie mehr als zwei Nestlinge zu sehen. Nur einer der beiden überlebte die Aufzuchtzeit.

Unlingen
10.04.2016

Bahnübergang: Schon 2015 machte sich ein Storchenpaar auf einem Betonmast ganz in der Nähe des Bahnübergangs an der Straße zwischen Unlingen und Daugendorf zu schaffen. Die beiden trugen Zweige ein und dieses angefangene Nest wurde jetzt ausgebaut von einem Storchenpaar, dessen Herkunft allerdings unbekannt bleibt, weil beide Störche nicht beringt waren. Die beiden schritten jedenfalls zur Brut und Mitte Mai war mindestens ein Küken geschlüpft. Eine Woche später war die Aufzuchtzeit schon wieder beendet – das Nest war von da an ohne Nachwuchsstörche.

2015: Seit 2014 ist das Nest auf dem Pfarrhausdach von einem 2008 in Obermarchtal geschlüpften Männchen besetzt. Seit 2002 ist jeweils ein unberingtes Weibchen zugegen. Brutbeginn war mitten im letzten Märzdrittel.

Juni: Ende April saßen zwei Küken im Nest. Das Duo wurde Anfang Juni beringt.

Um den 7. Juli verließen die beiden Jungstörche das erste Mal ihren Horst.

2014: 15 lange Jahre hielt der über 20 Jahre alte Storchenmann aus dem südhessischen Biebesheim die Treue zu Unlingen und seinem Horst auf dem Pfarrhausdach. Jetzt ist er verschollen. An seine Stelle trat ein 6-jähriger Storch, dem die Gegend unterm Bussen nicht ganz unbekannt ist, der Nachrücker stammt aus Obermarchtal. Ob das wie eh und je unberingte Weibchen dasselbe ist wie in den Vorjahren, lässt sich nicht sagen. Seit Anfang April wird gebrütet.

Noch bevor der Mai halb vorüber war sassen vier Nestlinge im Horst auf dem Pfarrhausdach.  Am 11. Juni wurde das Quartett beringt.

Erste Ausflüge der vier Jungstörche erfolgten um den 20. Juli.

2013: Mitte und Ende Februar wurde das Unlinger Nest erst vom altbekannten Storchenmännchen besetzt und wie die letzten Jahre dann von einer unberingten Störchin. Seit Ende März wird gebrütet.

Mitte Mai saßen vier Jungstörche im Nest. Das Unwettertief gegen Ende Mai / Anfang Juni, das bis zu 80% des oberschwäbischen Storchennachwuchses auslöschte, dezimierte den Storchennachwuchs im Unlinger Nest um die Hälfte, so dass am 3. Juni nur noch zwei Nestlinge beringt werden konnten. Gegen Ende der ersten Juliwoche verließen die beiden Jungstörche das erste Mal ihr Nest.

2012: Und wieder steht das jetzt 19-jährige Männchen aus dem hessischen Biebesheim mit einer wieder unberingten Partnerin nunmehr im 16. Jahr auf dem Pfarrhausdach in Unlingen. Seit Ende März wird gebrütet.

Juni/August: Anfang Mai trug das 32-tägige Brutgeschäft gefiedervolle Früchte: Vier Storchenküken waren geschlüpft. Das Quartett wurde im Alter von fünf Wochen beringt und schon Ende Juni, einen Tag nach dem Ausscheiden der Fußballnationalmannschaft bei der Europameisterschaft mit Mario Gomez, verließen sie mit hängenden Flügeln ihr Nest.

2011: Und wieder steht das nunmehr 18-jährige Männchen aus dem hessischen Biebesheim mit einer unberingten Partnerin auf dem Pfarrhausdach in Unlingen. Seit Ende März wird gebrütet.

Juni: Und wie letztes Jahr sind seit Ende März wieder vier des Pfarrhausdaches Zier. In den ersten fünf Wochen verlief das Aufzuchtgeschäft ohne größere Komplikationen so dass gegen Ende Mai vier putzmuntere Nestlinge beringt werden konnten.

Die Pfundskerle schwangen sich in den ersten Julitagen das erste Mal von ihrer Plattform und gesellten sich bald darauf zu den Nachbarstörchen auf den Wiesen zwischen Unlingen, Daugendorf und Zell.

2010: Wenn man davon ausgeht, daß das unberingte Weibchen der letzten Jahre immer dasselbe ist, kann man das Unlinger Paar als eines der fruchtbarsten oberschwäbischen Storchenpaare bezeichnen. Jahr für Jahr fliegen aus dem Unlinger Nest drei bis vier Jungstörche aus. Das am mittleren Beingelenk beringte Männchen ist seit 1997 in Unlingen heimisch. Nachdem er vorher immer mit beringten Brutpartnerinnen das Nest teilte, ist er seit 2002 mit (vermutlich??) immer derselben großen Unbekannten zusammen. Die beiden haben in diesen acht Jahren 25 eigenen Jungstörchen das Fliegen beigebracht (3,1 Jungstörche pro Jahr). Seit der letzten Märzwoche wird gebrütet. In der letzten Februarwoche war das Paar zum ersten Mal auf dem Unlinger Nest gesichtet worden.

Juni: Anfang Mai schlüpften die ersten Küken. Ein paar Tage später wackelten vier Kükenköpfe im Horst hin und her, die allesamt Anfang Juni beringt werden konnten und zu diesem Zeitpunkt mit Körpergewichten von 2700 gr. bis 3100 gr. der Schwergewichtsklasse unter den Nestlingen zugeordnet werden konnten.

Juli: Um den 10. Juli wurden von dem Quartett die ersten Jungfernflüge gestartet.

2009: Keine Neuigkeiten aus Unlingen: Das Männchen aus Biebesheim teilt sich auch dieses Jahr wieder die Nestmulde mit einem unberingten Weibchen. Die beiden schwebten in Unlingen Ende Februar ein und begannen pünktlich mit der Brut zum Frühlingsanfang um den 20. März.
Am 29. Mai wurden drei wohlgenährte Nestlinge auf dem Pfarrhausdach beringt, ein weiterer, ca. zweieinhalb Wochen alter Nestling, wurde dabei tot im Nest liegend vorgefunden.

Juli: Die drei Jungstörche schwärmten Anfang Juli das erste Mal zur Erkundung der näheren Nestumgebung aus.

2008: Mit derselben Zuverlässigkeit, mit der Mario Gomez Tore beim VfB Stuttgart Tore schießt, stellte sich Mitte Februar das aus Biebesheim stammende 15-jährige Männchen nun schon zum elften Mal in Folge zur Brut in Unlingen ein. Ob das unberingte Weibchen dasselbe wie aus den vergangenen Jahren ist, bleibt unbekannt.

Juni: Inzwischen steht es 4:0 im Nest auf dem Pfarrhausdach: Geschlüpfte Küken: 4; Ausfälle: 0. Alle 4 Jungstörche wurden mit Hilfe der Riedlinger Feuerwehr am 21. Mai beringt.

Juli: Ende Juni verließ das Quartett geschlossen die Elternbehausung um auf eigenen Füßen zu stehen bzw. mit eigenem Flügelschlag erste Unlinger Runden zu drehen.

2007: Seit 1997 brütet das aus der Pfalz stammende Männchen nun schon jährlich im Unlinger Horst. In dieser Zeit wurden unter seinen fruchtbaren Fittichen 28 Jungstörche groß. Eine unberingte Partnerin teilt seit 2002 mit ihm das Nest. Möge das Storchenglück den Unlingern auch weiterhin gewogen sein – auch wenn Pfarrer Schöllhorn jetzt aus dem Pfarrhaus auszieht.

Juni: Von Anfang an (Schlupfzeitpunkt um den 22.4.) waren 3 Küken im Unlinger Nest zu beobachten. Bei der Beringung am 23. Mai waren alle 3 Jungstörche mit mehr oder weniger 2,5 kg gleich schwer. Ab Anfang Juni konnten nur noch 2 Nestlinge beobachtet werden – möglicherweise hat das schlechte Wetter Ende Mai dem dritten Nestling das Leben gekostet (vgl. z.B. Zwiefaltendorf).

Die beiden Zöglinge verließen Anfang Juli zum ersten Mal ihr Nest auf dem Pfarrhausdach.

2006: Ein kleines Jubiläum in Unlingen: Das beringte Männchen startete im zeitigen Frühjahr mit einer unberingten Partnerin in seine nunmehr zehnte Unlinger Brutsaison in Folge.
Juni: Am 13. Mai hatten 3 Nestlinge das Licht der Welt erblickt. Die während der gesamten Aufzuchtzeit am Kirchturm der nahen Maria Immaculata stattfindenden Bauarbeiten auf dem Außengerüst störten Familie Storch nicht im geringsten, und so konnte ohne Zwischenfälle der dreiköpfige Nachwuchs Anfang Juni mit Hilfe der Riedlinger Feuerwehr beringt werden. Das Dreiergeschwader verließ planmäßig um den 10. Juli das erste Mal seinen bisherigen Stützpunkt.

2005: Alles wie gehabt in Unlingen. Der seit 1997 hier brütende Ringstorch tat sich auch dieses Jahr wieder mit einer ringlosen Störchin zusammen. Seit Ende März wird hier gebrütet und somit gehören die Unlinger Störche wie in den letzten Jahren schon zu den Paaren in Oberschwaben, die sehr zeitig mit der Brut beginnen.
Anfang Mai schlüpften auf dem Pfarrhausdach 4 Küken und den Elternstörchen gelang es bis heute alle Jungstorchschnäbel zu stopfen. Selbst die seit Mitte Juni auf den Daugendorfer und Unlinger Wiesen sich herumtreibenden nachwuchslosen Artgenossen – von denen an manchen Tagen bis zu 26 Beine gezählt werden konnten – scheinen das Unlinger Paar nicht im geringsten bei ihrem Aufzuchtgeschäft zu beeinträchtigen.
Bis zur Beringung am 1.6. ließen sich die Altstörche nicht aus der Ruhe bringen und leisteten auch in der Folge ganze Arbeit, so dass das Nachwuchs-Quartett um den 10. Juli in guter Stimmung das erste Mal das Nest verlassen konnte. Die Reise in den Südwesten werden allerdings nur 3 Jungstörche antreten können: Am 8.8. kam ein Jungstorch an einem Strommast zwischen Unlingen und Daugendorf ums Leben.

2004: Nichts Neues in Unlingen. In Unlingen stellten sich auch dieses Jahr wieder ein unberingter und der altbekannte Ringstorch aus dem letzten Jahr ein. Das Paar begann Anfang April mit der Brut und setzte Anfang Mai vier Junge in die Welt.
Um den 20.5. war es nochmals ziemlich kalt und es traten zweimal in Folge Nachtfröste auf. Während am 17.5. noch alle 4 Nestlinge beobachtet werden konnten, waren es nach diesen kalten Nächten nur noch 3 Nestlinge.
Juli: Wie nicht anders zu erwarten war überstand dieser abgehärtete Unlinger Nachwuchs die Beringung absolut "cool". Inzwischen (seit dem 12.-13.7.) sind die 3 Jungstörche selbständig auf den Wiesen der Unlinger Umgebung unterwegs.
Fast schon Tradition ist es in Unlingen, dass ein Jungstörch etwas zu früh seine Kinderstube verlässt und es anschließend nicht mehr schafft, aus eigenen Kräften auf sein angestammtes Nest zurückzukommen. So war es auch dieses Jahr wieder. Der Ausreißer durfte dieses Mal zu seinem eigenen Schutz zwei Nächte lang in Bauknechts Schuppen in Unlingen übernachten, wo er teils zugefüttert wurde. Am dritten Tag wurde er wieder ausgesetzt, hob ab in Richtung Heimathorst wo er kurz danach sicher landete.

2003: Ein Altstorch beringt, derselbe wie letztes Jahr. Der andere Altstorch wie letztes Jahr unberingt.
In Unlingen erblickten bereits Ende April 2 Küken das Licht der Welt. Beide Nestlinge wurden am 27. 5. 2003 beringt. Wie bereits letztes Jahr verliess wieder ein ungeduldiger Unlinger Nestling schon frühzeitig sein Kinderzimmer und schaffte es nicht mehr aus eigener Kraft aufs Nest zu kommen so dass er eingefangen werden musste und per Feuerwehr an seinen angestammten Platz zurückgeliftet wurde. Beide Jungstörche verliessen ihr Nest Anfang Juli und grasen seitdem mit ihren Eltern zusammen die Wiesen der Unlinger Umgebung nach Nahrung ab.

2002: Wie das erste Griesinger Weibchen stammte das 9-jährige Unlinger Männchen ebenfalls aus dem südhessischen (Biebesheim, Region Bergstraße) und brütete bereits letztes Jahr auf dem Unlinger Pfarrhausdach. Das Weibchen war unberingt.
Das Paar begann am 9. April 2002 mit der Brut, am 11. Mai erblickten 4 Storchenkücken das Licht der Welt. Das Brutgeschäft war vom nahe gelegenen Kirchturm aus gut zu beobachten, zu dem Herr Büchele dankenswerter öfters Zugang verschaffte.
Am 13. Juli waren noch alle 4 Jungstörche auf dem Nest zu sehen und erfreuten sich bester Gesundheit.

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