Die Störche Oberschwabens



Munderkingen




2016: Rathaus: Wie 2015, aber seit Anfang April wird gebrütet, Anfang Mai schlüpften die ersten Küken.
Während der ersten Maitage waren mindestens drei Storchenküken geschlüpft. Das Trio wurde am 7. Juni beringt.

Munderkingen Kaköfele
10.04.2016

Strommast "Am Kalköfele": Ende März war die Alleinherrschaft des Storchenpaares auf dem Munderkinger Rathausdach beendet. Zum Monatsende siedelte sich im Ort ein weiteres Storchenpaar auf einem Strommast "Am Kalköfele" an, baute mit Volldampf ein Nest auf der Mastspitze (ohne dass dort vorher eine Unterlage für diesen Zweck vorbereitet gewesen wäre) und brütete unter großer Wärmezufuhr, aber ohne jeglichen elektrischen Anschluss, Nachwuchsstörche aus. Die ersten Kükenfütterungen konnten Mitte Mai beobachtet werden. Einer der Altstörche stammt aus Zwiefaltendorf und zählt 3 Lenze, der Partnerstorch bleibt – weil unberingt – unbekannt.
Das Mitte Mai geschlüpfte Küken ging zwei Wochen später aus unbekannten Gründen zugrunde.

2015: Seit mindestens 2001 ist das Nest auf dem Munderkinger Rathaus von einem 1998 in Krautheim (KÜN) geschlüpften Männchen besetzt. Das 1998 in Mengen geschlüpfte Weibchen ist seit 2004 hier horsttreu. Seit Ende März wird gebrütet.

Juni: Anfang Mai saßen vier Küken im Nest. Mitte Mai wurde ein Nestling tot beim Rathaus aufgefunden. Das verbliebene Trio wurde Anfang Juni beringt.

Um den 10. Juli verließen die drei Jungstörche das erste Mal ihren Horst.

2014: Seit 2005 brütet das Munderkinger Rathaus-Storchenpaar in derselben Zusammensetzung. Er aus Krautheim (Lkr. KÜN), sie aus Mengen (Lkr. SIG) und beide jetzt 16-jährig. Das Brutgeschäft begann heuer Ende März.

Der Schlupf von vier Küken erfolgte Anfang Mai. Ein paar Tage später wurden drei Nestlinge registriert. Am 4. Juni wurde das Trio beringt.

2013: Das in Munderkingen überwinternde Storchenpaar brütet seit dem 1. April wie gehabt im Nest auf dem Rathausdach.

Wie viele andere oberschwäbische Storchennester ereilte auch das Munderkinger Nest der Tiefschlag von "Frederik". Dieses Tief, das ab 30. Mai mit einem fast 60-stündigen Dauerregen mit 140 bis 160 Millimetern auf uns nieder ging, kostete drei von den Anfang Mai  geschlüpften vier Jungstörchen das Leben. Im Gegensatz zum benachbarten Algershofen oder Rottenacker überlebte damit wenigstens ein Nestling die Unwetterlage. Der Jungstorch wurde am 3. Juni mit Hilfe der Munderkinger Feuerwehr beringt. Mitte Juli verließ der Jungstorch das erste Mal sein Nest.

2012: Kein Kraut gewachsen ist gegen das Gemenge der 14-jährigen Störche aus Krautheim (KÜN) und aus Mengen (SIG), die seit Ende März auf dem Munderkinger Rathaus wieder für neue Gemeindemitglieder sorgen.

Juni: Ende April schlüpften vier Küken aus ihren Eischalen. Fünf Wochen später wurde das Quartett beringt.

August: Bereits Anfang Juli flogen die vier im Himmelsblau über Munderkingen.

2011: Seit acht Jahren ist es dasselbe Paar, das in Munderkingen auf dem Rathausdach brütet. Ende März ließ man sich auf dem Gelege in dem runderneuerten Nest nieder, das vor ein paar Wochen von Herrn Merkle unter Mithilfe der Munderkinger Feuerwehr gegen das alte Nest ausgetauscht worden war.

Juni: Am 5.5. saßen fünf muntere Munderkinger Storchenküken in der neuen Behausung von denen Anfang Juni noch drei am Leben waren. Das übriggebliebene Trio wurde am 3. Juni beringt.

Anfang Juli verließen drei muntere Jungmunderkinger per eigenem Flügelschlag das Nest auf dem Rathausdach um in der Welt nach dem Rechten zu sehen.

2010: Das oberschwäbisch-hohenlohische Storchenduo, das das Munderkinger Rathaus bereits in den vergangenen Jahren sommers wie winters zierte, begann Anfang April mit der Bebrütung des Geleges.

Juni: Der Mai macht alles neu. Neue Jungstörche gab´s im Storchennest ab Anfang Mai derer vier.

August: Am 8. Juni fand die Beringung statt und sechs Wochen später sah man die Vier das erste Mal am Munderkinger Sommerhimmel.

2009: Seit 2004 brütet dasselbe Storchenpaar auf dem Munderkinger Rathausdach und überwintert dort auch in der Donauaue. Die beiden elf Jahre alten Störche begannen mit dem diesjährigen Brutgeschäft Anfang April und beendeten es Anfang Mai mit dem Schlupf des ersten Jungen, auf das noch drei weitere folgten.

Juli: Zum Ausfliegen am 7. Juli kamen allerdings nur drei Jungstörche, das vierte Küken ging im Alter von ca. 20 Tagen verloren.

2008: Feuer und Wasser zum Trotz hält dasselbe Storchenpaar nun im fünften Jahr sein Nest in der Munderkinger City besetzt (Sie: 10-jährig und aus Mengen stammend. Er: 10-jährig und aus dem hohenlohischen Krautheim zwischen Künzelsau und Bad Mergentheim stammend). Gebrütet wird seit Anfang April.

Juni: Anfang Mai schlüpften 4 Küken, die allesamt 4 Wochen später beringt werden konnten.

Juli: Wie bei anderen diesjährigen 3- bis 4-köpfigen Gehecken war auch unter den 4 Munderkinger Nachwuchsstörchen ein Nestling dabei, der zum Zeitpunkt der Beringung viel zu leicht war, so dass man bangen musste, ob der Nesthaken es überhaupt bis zum Ausflug schaffen würde. Mitte Juli konnte sich das Leichtgewicht dann aber doch noch zusammen mit seinen 3 Geschwistern putzmunter über den Nestrand in die Munderkinger Lüfte schwingen.
Ein paar Tage nach dem Ausflug verunfallte allerdings der bei der Beringung als am schwersten befundene Nestling und wurde schwerverletzt beim ortsansässigen Tierarzt, Herrn Dr. Biegert, zur weiteren Behandlung verbracht.

2007: Wie die Jahre zuvor gehört in Munderkingen auch dieses Jahr wieder Klappern zum Geschäft vom Bürgermeister und seinem Verwaltungsteam. Das seit  2004 in derselben Besetzung auf dem Munderkinger Rathausdach brütende Storchenpaar schickt sich an, auch 2007 wieder eine gute Figur zu machen – jedenfalls wird emsig gebrütet.

Juni: Nach nunmehr 5 aufeinanderfolgenden, fruchtbaren Jahren mit insgesamt 16 ausfliegenden Jungstörchen wurde dieses Jahr der Munderkinger Storchenstandort, wie so viele andere auch, kalt erwischt: Von den Ende April 4 geschlüpften Küken waren am 26. Mai noch 3 am Leben. In der Nacht zum 28. Mai setzte verheerendes Regenwetter mit kühlem und starkem Wind ein und hielt fast den ganzen 29. Mai über an. Mehr als 70% aller oberschwäbischen Storchennestlinge kamen dabei um, in vielen Nestern war Anfang Juni kein Leben mehr – so auch im Munderkinger Nest.

2006: Reichlich kalte Füße haben sich die auf den Algershofer Wiesen überwinternden Munderkinger Störche geholt. Aber sie haben durchgehalten. Noch bevor das diesjährige Donauhochwasser richtig abgeklungen war wurde im Nest auf dem Rathausdach schon gebrütet.

Juni: Aus jedem der 5 Eier schlüpfte Anfang Mai ein Küken von denen aber 3 Tage später schon nur noch 4 übrig waren. Die 4 Nestlinge konnten am  6. Juni beringt werden. Zwei Tage später wurde allerdings das Nesthäkchen tot im Schneefang des Rathauses gefunden.

Die drei verbleibenden Geschwister verließen um den 18. Juli das erste Mal ihre Kinderstube. Einer dieser Jungstörche wurde Anfang August in der Nähe des Ehinger Storchennestes am Boden mit einer Flügelverletzung von Herrn Kohlruß (Ehingen) aufgesammelt. Dr. Biegert (Munderkingen) päppelt den angeschlagenen Bruchpiloten in der Hoffnung auf, dass der Jungstorch bis zum Wegzug seiner gleichaltrigen Kollegen wieder flugtauglich ist.

2005: Das Munderkinger Nest ist mit denselben Protagonisten wie letztes Jahr besetzt.
Wohlgenährt durch Dr. Biegerts Winterzufütterung schritten die beiden bereits Anfang April zur Brut.
Aus dem 4er Gelege schlüpften Anfang Mai jedoch nur 2 Küken, die bei einem der letzten (Storchen-)Einsätze von Herrn Rothmund von der Ehinger Feuerwehr beringt wurden.
Juli: Ohne weitere Zwischenfälle verließen die beiden Jungstörche am 10. Juli zum ersten Mal das Nest auf dem Munderkinger Rathaus.

2004: Munderkingen wird im Storchenvolk als Überwinterungsplatz von Jahr zu Jahr beliebter. Im Januar musste Dr. Biegert dort insgesamt 6 Störche füttern: Einer davon wurde verletzt bei Oberdischingen gefunden, des weiteren waren das Munderkinger und das Uttenweiler Paar zugegen und schließlich kam auch noch das Weibchen dazu, das 2003 in Emerkingen brütete – möglicherweise bereits des Guten zu viel. Am 2.2.2004 wurde das seit drei Jahren in Munderkingen brütende Weibchen tot unter einer Stromleitung gefunden. Da am Fütterungsplatz häufiger Streitigkeiten beobachtet wurden, besteht der Verdacht, dass die Emerkinger Störchin das ortskundige Munderkinger Weibchen in den Tod getrieben hat. Überhaupt scheint der letztjährige Emerkinger Brutstorch aus seinem unsteten Halbstarkenalter nicht recht raus zu kommen. Während er 2002 noch in Langenschemmern brütete, zog er 2003 in das Nest in Emerkingen ein. Seit Ende März 2004 sitzt er nun wie selbstverständlich mit dem langjährigen Munderkinger Storch in dessen Nest auf einem Vierer-Gelege.

Als in der Walpurgisnacht die Hexen auf dem Blocksberg tanzten, klapperten auf dem Munderkinger Rathausdach die ersten Jungstorchschnäbel den Takt dazu. Nach dem 1. Mai konnten kurzfristig vier Küken beobachtet werden, seit dem 7. Mai sind es nur noch drei Nestlinge.

Anfang Juli verließen die 3 Jungstörche gesund und munter zusammen das Nest.

2003: Ein Storch beringt, derselbe wie letztes Jahr. Der andere Storch wie letztes Jahr unberingt.
Das Munderkinger Storchenpaar schoss heuer den Vogel ab: geradezu ins Schwitzen kam der Beringer am 2.6.2003 auf dem Munderkinger Rathausdach als es galt, sage und schreibe 5 putzmuntere, ca. viereinhalb Wochen alte Jungstörche zu vermessen, zu wiegen und zu beringen. Nach den vorliegenden Unterlagen gab es in den vergangenen 15 Jahren im oberschwäbischen keine derartig kopfstarke Brut mehr. Die „Fünflinge“ schwangen sich am 6.7.2003 zum ersten Mal und alle auf einmal vom Nest.

2002: Wie bereits 2001 brütete auch dieses Jahr wieder das 1998 im hohenlohischen Krautheim geborene Männchen auf dem Munderkinger Rathausdach. Vielleicht war seine Partnerin dieselbe wie letztes Jahr - auf jeden Fall war seine Störchin in beiden Jahren unberingt.
Herr Dr. Biegert aus Munderkingen brachte beide mit Eintagskücken gut durch den Winter, so dass das Paar als eines der ersten Storchenpaare in ganz Oberschwaben schon am 25. März 2002 mit der Brut begann. Von der Turmzwiebel der St. Dionysiuskirche aus, deren Zugang Mesner Fiseli jederzeit problemlos ermöglichte, konnten 4 Eier und am 28. April 4 Storchenküken beobachtet werden, am 20. Mai waren es dann nur noch 3 Nestlinge, das Nesthäkchen fehlte.
Am 12. Juli wurden die 3 Geschwister im blau-weißen Munderkinger Sommerhimmel gesichtet.


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