Die Störche Oberschwabens



Hochberg



2017: Die Hochberger freuen sich. Das Nest wurde nach Ende der Renovierarbeiten wieder auf dem Dach des Kirchenschiffes installiert und der sehnliche Wunsch auf eine Wiederbesiedlung von Hochberg ging in Erfüllung.
Der erste Storch ließ sich am 7. März blicken, zog aber nach einer halben Stunde wieder ab. Dann erschienen am 11. und 14. März zwei zweijährige oberschwäbische Störche (aus Wald und aus Königseggwald), die es etwas ernster meinten, der Königseggwalder verließ den Horst jedoch wieder am 16. März.
Vier Tage später kam ein unberingter Storch in Hochberg an – war es das frühere Hochberger Männchen? Und dieser bekam – nachdem ihn die Ebersbacher Brutstörchin einen Tag zuvor kurz besuchte (wollte wohl, kurz bevor sie durch Eier und Junge an ihr Nest und ihren Gatten gebunden war, nochmals einen kleinen Ausflug – vielleicht sogar einen kleinen Seitensprung machen?) – am 27. März Gesellschaft von einer blutjungen Storchendame, welche im Jahr 2015 am Affenberg aus dem Ei geschlüpft ist.
Der Unberingte und die Affenbergerin gingen jetzt jedenfalls ernsthaft zur Sache. Nach Anbau und Auspolsterung des Nestes wurden nach und nach die Eier abgelegt, welche nun sorgsam von den beiden abwechselnd bebrütet werden.

2016: Leider ist man in Hochberg mit der Renovierung des Kirchendaches nicht rechtzeitig fertig geworden, so dass man den Horst vor Beginn der Brutzeit verlegen musste. Das auch im Winter in Hochberg gebliebene Storchenpaar war aber mit der Verlegung nicht einverstanden und zog ab. Das Weibchen hat einen neuen Brutplatz – und damit auch einen neuen Brutpartner – in Esenhausen gefunden, wohin es das Männchen verschlagen hat, wissen wir nicht, denn es trug keinen Ring.
Hoffen wir, dass es im nächsten Jahr, wenn die Plattform wieder auf das Kirchenschiff gesetzt wird, wieder zu einer Weißstorch-Brut in Hochberg kommt.

2015: Das letztjährige Hochberger Weibchen war aufgrund des letztjährigen Brutverlustes in Hochberg (der allerdings seine Ursache vermutlich nicht in mangelnder Nahrung hatte, sondern auf das Konto eines Starkregens ging) nicht mit dem Horst in Hochberg zufrieden und wechselte dieses Frühjahr nach Bad Saulgau.
Der unberingte Storchenmann in Hochberg, angekommen am 3. März, hat also eine neue Gattin, die vor drei Jahren im benachbarten Bad Saulgau als Schwester von vier weiteren Jungstörchen auf der Kirche aufgewachsen ist. 
Die ersten Eier wurden Anfang April gelegt, hoffen wir dass diesmal in Hochberg alles gutgeht.

Juni: Die erste Fütterung am Nest wurde auf dem Hochberger Kirchturm am 8. Mai beobachtet. Lange sah man nur zwei Junge im Nest, dann stellte es sich jedoch heraus, dass es insgesamt drei kleine Storchenküken waren, die sich da im Nest tummelten. Das Nesthäkchen war aber sehr zurückgeblieben und wurde wohl von den beiden Großen abgedrängt. Am Mittwoch nach Pfingsten wurde es zum letztenmal gesehen. Den beiden anderen Jungen geht es aber gut, auch wenn sie sich bei der Beringung am 17. Juni als etwas untergewichtig herausstellten. Wind und Wetter können ihnen nun nichts mehr anhaben. Jetzt heißt es üben, üben, üben, denn das Fliegen will gelernt sein und der nächste Winter kommt bestimmt.

2014: Es wird berichtet, dass das Storchenmännchen am 6. März seinen Horst bezogen hatte, einige Tage später jedoch verschwand.
Am 1. April erschien dann ein anderer Storch, der keinen Ring trägt und lange Zeit unvermählt blieb. Zwar bekam er mehrmals Besuch von zwei oder auch drei Störchen, ließ jedoch keinen von diesen auf den Horst. Seit dem 14. April scheint es aber nun doch noch gefunkt zu haben. Eine junge Storchendame, vor zwei Jahren im nahen Ölkofen geboren, hat sein Herz erobert. Wenn die Beiden jetzt nicht allzulange herumtrödeln, könnte es dieses Jahr mit Nachwuchs im Hochberger Nest tatsächlich noch etwas werden.

Ende Juni: Um den 25. April begann das Hochberger Paar mit der Brut, und Ende Mai pellten sich zwei kleine Störche aus den Eiern. Alles ging gut, und der Beringungstermin stand unmittelbar bevor, da machte ein Gewitter mit Starkregen in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni alle Hoffnung zunichte. Die Jungen, deren Gefieder noch nicht fertig ausgebildet war, jedoch aufgrund ihrer Größe nicht mehr von den Eltern bedeckt werden konnten, starben.
Die Altstörche halten sich noch am Hochberger Horst auf, und so bleibt die Hoffnung, dass sie nächstes Jahr wiederkommen und es noch einmal versuchen.

Fotos von Georg Steinhauser vom 06.05.2014

Hochberg
Ganz schön windig hier oben.

Hochberg
Storchenmama widmet sich derweil der Gefiederpflege.

Hochberg
Storchenpapa auf Futtersuche.

2013: Neuer Brutort Hochberg!
Nachdem in Hochberg bei Bad Saulgau in den letzten Jahren immer mal wieder Störche gesichtet wurden, sich auch immer mal wieder kurzzeitig auf der vor wenigen Jahren auf der Kirche errichteten Nistunterlage niederließen, hat es dieses Jahr nun endlich geklappt. Hochberg hat ein Storchenpaar.
Das Männchen ist drei Jahre alt und stammt aus Königseggwald, seine mit ihm frisch Vermählte ist eine ebenfalls noch blutjunge Schweizerin. Neue schweizer-oberschwäbische Freundschaften und Verbindungen gibt es (unter den Störchen) dieses Jahr übrigens einige.
Und sie gingen auch gleich ernsthaft zur Sache und paarten sich nicht nur einfach so zum Vergnügen. Nein, sie stiegen tatsächlich gleich in die Eierproduktion ein. Die ersten Storcheneier lagen Mitte April im Hochberger Nest. Seitdem ist immer einer der Störche da und kümmert sich um das Gelege.

Juni: Nachdem ungefähr drei Wochen gebrütet worden war, erschien ein Fremdstorch, der vom Hochberger Männchen mehrmals vertrieben wurde. Das Paar wurde daraufhin zunehmend nervös, verließ auch zeitweise das Nest. Zwei Tage später wurde das Gelege endgültig aufgegeben. Es wird angenommen, dass es bei einem Kampf zu Bruch gegangen ist. Zwar wurde von den Anwohnern kein solch heftiger Kampf beobachtet, doch manchmal finden die Streitereien nachts statt und bleiben dann unbemerkt.






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