Die Störche Oberschwabens



Blochingen

Blochingen



2016: Am 22. Februar erschienen in Blochingen zwei Störche: Das Schweizer Weibchen vom Vorjahr und – eine Stunde später –  ein rechts beringtes Männchen, also nicht der Gatte vom Vorjahr. Die neue Liebe dauerte aber nur zehn Tage, dann erschienen andere Störche und nach kurzem Gekabbel stand mit der Schweizerin wieder der Unberingte (wahrscheinlich der vorjährige Horstinhaber) auf dem Nest.
Um den 20. März lagen dann die ersten Eier im Nest, wurden sorgsam bebrütet und fleißig gewendet. Wieviele Storchenküken daraus schlüpften wissen wir noch nicht, da die Nestkuhle dieses Jahr sehr tief ist. Bei der letzten Horstbeobachtung wurden zwei kleine Schnäbel gesehen.

Juli: Bei den Eisheiligen kam einer der beiden Jungstörche ums Leben. Einer hielt aber auch die nächsten Regen- und Kälteperioden wacker durch und konnte am 2. Juni im Alter von knapp sechs Wochen beringt werden. Er wog etwas über drei Kilogramm und war demnach von seinen Eltern mit ausreichend Futter versorgt worden. Noch drei Wochen später wurde er von einem der Altstörche bewacht, ein Phänomen, was dieses Jahr an vielen Nestern zu beobachten ist. Die lange Bewachung der Jungen ist sehr wahrscheinlich auf die vielen jungen Fremdstörche zurückzuführen, welche sich schon seit April herumtreiben und Oberschwaben unsicher machen.

2015: In Blochingen gab es zum letzten Jahr wohl keine "personelle" Veränderung (er ist ja unberingt, daher weiß man es bei ihm nicht so genau, da es aber keine Streitigkeiten zwischen Storch und Störchin gab, ist anzunehmen, dass sie sich kennen). Schon Mitte Februar an Fastnacht stand der erste Storch auf dem Nest, am Aschermittwoch waren sie dann zu zweit. Bisher verläuft alles ruhig in Blochingen, und um den 24./25. März begann man mit dem Brutgeschäft.

Vier Junge schlüpften in der letzten Aprilwoche, von denen der kleinste jedoch schon nach ein paar Tagen deutlich zurückblieb. Obwohl er bei einer Kontrolle am 13. Mai noch ganz fidel schien, überlebte er die nasskalten Maitage nicht. Drei Jungstörche sind aber gesund und munter und konnten am 3. Juni beringt werden. Nicht mehr lange, und die Jungschar wird das Nest verlassen und zusammen mit den Eltern auf den Wiesen zu sehen sein.

2014: Die Blochinger Störchin, das Weibchen aus der Schweiz, war dieses Jahr um einiges früher dran als ihr Gatte und kam schon am 24. Februar in Blochingen an. Eine Woche später bekam sie Gesellschaft von einem Storchenmännchen, es war jedoch nicht ihr Angetrauter, sondern "Meister Proper", ein großer, auffallend sauberer, geradezu blütenweißer Storch, der keinen Ring trägt und in Anbetracht jeglichen fehlenden Staubs in seinem Gefieder vermutlich in Mitteleuropa überwintert hat. Anscheinend konnte Herr Saubermann die Störchin jedoch nicht sogleich mit seiner blütenreinen Weste in seinen Bann schlagen, denn zunächst gab es Streit, die Störchin wollte ihn nicht aufs Nest lassen. Schließlich wurde man sich jedoch einig, zumal der Gatte immer noch auf sich warten ließ. Dann erschien er jedoch, man schrieb inzwischen den 17. März, und war von der neuen Liaison absolut nicht begeistert. Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung, die auch noch am nächsten Tag fortgesetzt wurde. Schließlich behauptete sich jedoch der große Unberingte trotz blutender Wunden am Hals und das frühere Brutmännchen (er brütete in Blochingen seit dem Jahr 2010) zog ab. Trotzdem wird er aber auch dieses Jahr Junge aufziehen, denn er hat einen anderen und – was die Nahrungsgebiete anbelangt – sogar noch besseren Brutplatz an der Donau gefunden. Er brütet dieses Jahr in Unlingen oberhalb der Donauwiesen.
In den letzten Märztagen wurde  von der Schweizerin in Blochingen das erste Ei ins Nest gelegt, und jetzt ist man erstmal eine Zeit lang mit der Brut beschäftigt. Um den Maifeiertag ist mit dem Schlupf der ersten Jungen zu rechnen.

Ende Juni: Drei kleine Störche schlüpften in den ersten Maitagen im Blochinger Nest auf dem Kirchenschiff. Im Alter von nahezu sechs Wochen machten sie Bekanntschaft mit der Feuerwehr und der Beringerin und erhielten ihren Personalausweis. Die Gefiederentwicklung war zu diesem Zeitpunkt weitgehend abgeschlossen, mittlerweile werden im Nest schon eifrig die Flügel trainiert.

2013: Am 5. März erschien unser altbekannter Blochinger Storchenmann auf seinem Nest auf dem Blochinger Kirchenschiff. Seine Gattin ließ nicht lange auf sich warten, sie kam schon am nächsten Tag. Und schon eine Viertelstunde nach ihrer Ankunft kümmerte man sich beflissen um die Eierproduktion. Die scheint denn auch geklappt zu haben, denn seit Ende März wird gebrütet.

Juni: Die Blochinger Störche teilen dieses Jahr das Schicksal der Storchenpaare, die schon Ende März mit der Brut begannen und bei der Kälte offensichtlich ihr Gelege nicht häufig genug gewendet bzw. nicht mit besonderer Sorgfalt bebrütet haben. Aus den Eiern schlüpfte nichts. Auch das Blochinger Brutpaar saß wie viele der anderen erfolglosen Paare lange auf dem Gelege. Die beiden konnten es anscheinend einfach nicht glauben. Da sie nun schon ein alteingesessenes Paar sind, besteht durchaus Hoffnung, dass sie im nächsten Jahr trotzdem nach Blochingen zurückkehren werden.

2012: Dieses Frühjahr musste der Blochinger Brutstorch nicht so lange auf seine Angetraute warten. Er erschien etwas später als im Frühjahr 2011 (am 28. Februar), seine Gattin kam früher als im Jahr zuvor, nämlich schon am 2. März. Bereits Ende März war das Gelege komplett. Bilder, von Herrn Ott vom Kirchturm aus fotografiert, wie immer unter www.all-of-infos.de.

Anfang Juni: Fünf Eier lagen Ende März im Nest, und aus jedem Ei pellte sich ein Junges. Ende April war die Familie komplett, da war im Blochinger Horst richtig was los. Der umgebenden Raps-Landschaft wurde dann aber Tribut gezollt: Am 4. Mai starb das Nesthäkchen, am 7. Mai das Zweitälteste. Die kalte Nacht vom 16. auf dem 17. Mai überstand dann auch das dritte Junge nicht. So waren zunächst noch zwei kleine Störche übriggeblieben, die eigentlich gute Chancen hatten, ihren Ausflug zu erleben. Als am 30. Mai die Beringung anstand, fand sich jedoch nur noch ein einziger Jungstorch im Nest. Vom anderen fehlte jede Spur. Und auch der noch lebende Jungstorch zeigte leichtes Untergewicht und Hungerstreifen im Gefieder. Angesichts des zunehmenden Rapsanbaus in der Umgebung müssen unbedingt Anstrengungen zur Verbesserung des noch verbliebenen Grünlands unternommen werden. Also weniger Düngung, Extensivierung und Anlage von Feuchtbiotopen.

August: Das Drama in Blochingen ist komplett. Starben vier von fünf Jungen an Unterernährung, weil auch noch das letzte kleine Feuchtbiotop – eine verstopfte Drainage wurde wieder geöffnet – beseitigt wurde und die Altstörche hier auf einmal ratlos vor einer ausgetrockneten Wiese standen, so wurde dem letzten Jungstorch noch ein mangelhaft gesicherter Strommast eines privaten Energiebetreibers zum Verhängnis. Am 13. Juli wurde er unter dem Mast tot aufgefunden.
Wenn in der Region um Mengen nicht ein Umdenken stattfindet und die Landschaft unter dem Deckmäntelchen der Wirtschaftlichkeit immer lebensfeindlicher wird, werden die Störche dieser Gegend bald den Rücken kehren.

2011: Die Blochinger Störche sind dieses Jahr deutlich früher aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt. Das Männchen war sogar schon am 23. Februar da, seine Angetraute erschien am 9. März. Die Zeit bis zur Ankunft seiner Gattin ließ der gebürtige, erst dreijährige Obermarchtaler jedoch nicht tatenlos verstreichen. Nicht nur, dass er solange an seinem Heim bastelte, er vergnügte sich zwischendurch auch mal mit der Französin, die seit Jahren in Beizkofen brütete und auch jetzt wieder dort ist.
Mit der Brut begann man Ende März. Hoffentlich können die schlüpfenden Jungen gut versorgt werden, denn die zur Verfügung stehenden Nahrungsgebiete werden immer weniger (siehe weitere Informationen und Bilder von Herrn Ott).

Juni: Am vorletzten Apriltag gab es auf einmal Bewegung im Blochinger Nest. Die ersten kleinen Störche schlüpften, und am 5. Mai waren es tatsächlich fünf Storchenküken, die von Herrn Ott vom Kirchturm aus fotografiert werden konnten. Es war allerdings abzusehen, dass fünf kleine Storchenschnäbel in Blochingen kaum gefüttert werden konnten, zumal erst kürzlich wieder eine kleine, durch eine verstopfte Drainage entstandene Feuchtfläche, die von den Störchen gerne genutzt wurde, trockengelegt wurde. Eine Woche später waren dann auch nur noch vier Junge im Nest zu sehen und wiederum nach einer Woche waren es nur noch drei. Diese kamen aber erfreulicherweise durch und konnten am 6. Juni mit Hilfe der Mengener Feuerwehr beringt werden. Allerdings erwiesen sich alle drei als leicht untergewichtig, die erforderlichen 3 (Weibchen im Alter von 5 Wochen) bzw. 3,5 kg (Männchen im Alter von fünf Wochen) brachte keiner auf die Waage. Der Kleinste wog 2,45, der Größte 2,85 kg. Da es jedoch keine länger anhaltende nasskalte Perioden nachfolgte, überstanden sie ihre letzte kritische Woche, und so wird es in Blochingen dieses Jahr wieder ausfliegende Jungstörche geben.

Anfang August: Am 6. Juli hielt es die Blochinger Dreierbande auf ihrem Nest nicht mehr aus. Zusammen mit ihren Eltern flogen sie auf die Blochinger Wiesen. Sie beherrschen ihr neues Element schon recht gut, doch verflog sich einer der Jungstörche drei Wochen später in einen Blochinger Garten, von dem aus er nicht mehr starten konnte. Herr Ott brachte ihn auf eine Freifläche, von der er sich dann problemlos in die Lüfte erhob.
Bald wird man in Blochingen das vertraute Geklapper vermissen, zuerst werden die Jungstörche, dann ihre Eltern sich auf den Weg in den Süden machen. Aber keine Bange, das nächste Frühjahr kommt bestimmt und mit ihm werden auch die Adebare wieder in Blochingen erscheinen.

2010: Man könnte fast den Kalender nach der Schweizer Storchendame stellen: letztes Jahr erschien sie in Blochingen am 16. März, diesmal am 17. März. Ihr letztjähriger Gatte ist allerdings bisher nirgends aufgetaucht. Deswegen braucht die Störchin allerdings nicht Trübsal zu blasen, denn schon von zwei Männchen wurde sie dieses Jahr umworben.
Der erste erschien am 25. März. Es war ein siebenjähriger Storch, der am Affenberg in Salem großgeworden war (A 3352) und seit 2006 in Hasenweiler bei Wilhelmsdorf brütete, letztes Jahr hier allerdings bei einem Sturm sehr schlechte Erfahrungen machte – seine Jungen wurden buchstäblich aus dem Nest gekippt. Dann aber interessierte sich noch ein anderer, noch blutjunger Storch aus Obermarchtal für Blochingen und verjagte am 1. April kurzerhand den Salemer (es wurde ein Kampf beobachtet). Merkwürdig ist allerdings, dass A 3352, der jetzt übrigens wieder in Hasenweiler ist und sich dort einen vollständig neuen Horst an anderem Platz gebaut hat, am 31. März zusammen mit seiner dortigen Gattin auf diesem Horst in Hasenweiler gesichtet wurde und das Paar sich angeblich zu diesem Zeitpunkt bereits eine Woche lang dort aufhielt (am 23. März wurde A 3352 außerdem ebenfalls in Hasenweiler identifiziert). War der Salemer eine Woche lang zwischen Blochingen und Hasenweiler hin und her getingelt? (Nach dem zu urteilen, was Herr Ott neulich im Nest entdeckte sagte er wohl zu seiner Holden in Hasenweiler, er gehe nur mal schnell Zigaretten holen, und flog dann ab nach Blochingen.....)
Die Schweizerin und der Obermarchtaler wurden sich schnell einig, man fackelte nicht mehr lange, sondern schritt recht bald zur Brut. Schöne Bilder, vom Kirchturm aus vom ehemaligen Ortsvorsteher Herrn Ott fotografiert, gibt es wieder im Internet.

Juni: Ca. am 12. Mai schlüpften die ersten beiden Küken im Blochinger Horst. Zwei weitere folgten in den nächsten Tagen. Viel bekam man in der ersten Zeit nicht von ihnen zu sehen, da – von den kurzen Fütterungszeiten abgesehen – entweder der Storchenpapa oder die Storchenmama auf ihnen saßen und sie wärmten. Die erste Kälteperiode bis 20. Mai überstanden alle vier. Die Eltern hatten alle Schnäbel voll zu tun, um das Quartett satt zu kriegen. Als es Ende Mai jedoch nochmals kalt und nass wurde, starb das Jüngste. Die Beringung der Blochinger Störche mit Hilfe der Mengener Feuerwehr ist Mitte Juni geplant. Und wenn die Elternstörche genug Futter finden und das Wetter endlich einigermaßen mitspielt (die schon großen Junge können von den Altstörchen nicht mehr abgedeckt werden), werden wir immerhin drei kleine Störche im Horst antreffen.

Juli: Auch das Zweitjüngste überstand die zweite Kälteperiode Ende Mai/Anfang Juni nicht und starb in den ersten Junitagen. So wurden am 15. Juni noch zwei Junge im Alter von 5 Wochen im Blochinger Nest auf dem Kirchenschiff beringt. Nur wenige Tage hätten ihnen noch gefehlt, und ihr Gefieder wäre ausreichend entwickelt gewesen, um jegliche Nässe und Kälte zu überstehen. Diese Tage waren ihnen jedoch leider nicht gegönnt, denn schon am Tag darauf setzte die ziemlich heftige Schafskälte mit Dauerregen und nächtlichen Temperaturen um 5°C ein. Am 18. Juni waren die beiden letzten Blochinger Jungstörche tot. Von Herrn Ott wurden sie mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Horst geholt. Hoffentlich ist den Blochinger Störchen im nächsten Jahr mehr Glück beschert.

2009: Am 16. März kehrte die letztjährig in Blochingen brütende Storchendame, die Schweizerin, an ihren angestammten Brutort in Blochingen zurück. Einen Tag später erschien ein Männchen. Dieses stellte sich durch Ablesung des Ringes jedoch nicht als ihr letztjähriger Gatte, sondern als ein 2006 in Ostrach geborener Storch heraus. Kämpfe um den Horst blieben jedoch bisher aus, der letztjährige Storchenmann aus Ehingen ist bisher nirgends aufgetaucht. Übrigens nistet ein Bruder von ihm ganz in der Nähe: Dieser begann im letzten Jahr eine Brut in Meßkirch, machte dort jedoch schlechte Erfahrungen und versucht nun sein Glück in Ölkofen.
Seit Anfang April sitzen der Ostracher und die Schweizerin abwechselnd auf einem Gelege. Bilder von den Blochinger Störchen, fotografiert vom Ortsvorsteher Herrn Ott,  gibt es wie letztes Jahr wieder auf der Internet-Seite www.all-of-infos.de. Auf Fotos von Herrn Ott sind am 11. April 4 Eier im Nest zu sehen, möglicherweise war das Gelege zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht komplett.
Anfang Mai schlüpften dann die ersten Jungen; insgesamt wurden es mindestens drei, vermutlich jedoch sogar vier Küken (versteckt sich da nicht noch eines hinter den Beinen des Altstorchs auf dem Foto, das Herr Ott vom Kirchturm aufgenommen hat?- siehe o.g. Webseite). Drei haben jedenfalls bis heute überlebt, obwohl auch in Blochingen heftige Gewitter niedergingen.

Juli: Am Morgen des 5. Juni wurden noch alle drei Jungstörche von Herrn Ott vom Kirchturm aus beobachtet, am frühen Nachmittag lag der kleinste plötzlich tot am Fuße der Kirchenmauer. Was war geschehen? War er beim Abkoten aus dem Nest gefallen? Man brachte ihn nach Aulendorf zur Tierärztlichen Untersuchungsanstalt, wo man allerdings keine durch einen Sturz verursachten traumatischen Verletzungen feststellte; er muss  tot aus dem Nest geworfen worden sein. Todesursache war sehr wahrscheinlich Nahrungsmangel, denn man stellte im Magen einen großen Futterwickel aus Pflanzenfasern fest.
Eine Woche später rückte dann die Mengener Feuerwehr zur Beringung der beiden ältesten Blochinger Jungstörche an (Bilder von der Beringung, aufgenommen von Herrn Ott, sind hier zu sehen, hier auch weitere Informationen).
Die beiden haben ihre Nestlingszeit gut überstanden: Am 16. Juli schwangen sie sich erstmals in die Lüfte. Bald werden sie sich von ihren Eltern verabschieden, sich anderen Jungstörchen anschließen und ab geht's in den sonnigen Süden. Ob wir sie in zwei oder drei Jahren irgendwo in Oberschwaben wiedersehen werden?

2008: Im Donautal gegenüber Mengen und Scheer gibt es seit diesem Jahr eine neue Weißstorch-Ansiedlung. Der Horst auf dem Kirchenschiff in Blochingen, erst vor kurzem errichtet, wurde sogleich von einem Storchenpaar angenommen. Einer der Beiden wurde vor zwei Jahren in Ehingen, also ebenfalls an der Donau, geboren, der andere stammt aus der Schweiz. Auch geht man gleich voll zur Sache, denn seit ungefähr Mitte April wird in Blochingen gebrütet.

Juni: Ca. am 12. Mai schlüpften die ersten Jungen im Blochinger Horst. Und ein paar Tage später konnte man tatsächlich bei der Fütterung vier Schnäbel zählen. Nach und nach starben allerdings drei der Jungen, schon am 2. Juni wurde bei einer Kontrolle nur noch ein Junges gesehen. Bei einer weiteren Kontrolle am 12. Juni wurde festgestellt, dass auch dieses für sein Alter deutlich unterentwickelt ist. Es erhielt bei der stattfindenden Fütterung nur sehr wenig Nahrung und bettelte sofort nach der Fütterung den Altstorch heftig an. Dies sind deutliche Zeichen, dass es um die Nahrungsgebiete bei Blochingen nicht gut bestellt ist und dringender Handlungsbedarf besteht, will man den Blochinger Störchen eine erfolgreiche Jungenaufzucht ermöglichen.

Die Beringung des Jungstorchs erfolgte am 20. Juni, der Jungstorch war zu diesem Zeitpunkt fast sechs Wochen alt und wog 2,7 kg. Wunderschöne Bilder vom Blochinger Storchenleben, vom Ortsvorsteher Herrn Ott vom Kirchturm aus fotografiert, sind übrigens auf der Blochinger Storchenseite unter www.all-of-infos.de zu sehen.

Juli: Bei einer Nestkontrolle am 29. Juli war der Horst erstmals leer, der Blochinger Jungstorch war ein paar Tage zuvor flügge geworden. Jetzt kann man ihn zusammen mit seinen Eltern auf den Wiesen um Blochingen beobachten.



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