Die Störche Oberschwabens



Danketsweiler



2021: Das letztjährige Paar in Danketsweiler – er aus Markdorf, sie die schon etwas reifere Storchendame aus Zußdorf – hat sich hier augenscheinlich etabliert. Beide haben sich hier wieder eingefunden und sind seit Ende März auch ernsthaft mit einer Brut beschäftigt.
Juni: Zwei Jungvögel wurchsen im Danketsweiler Nest unter der Obhut ihrer Eltern auf und überstanden auch die Kälte und Regengüsse im Mai. Bei der Beringung am 7. Juni wog der größere knapp dreieinhalb und der kleinere gute drei Kilogramm, was in diesem Alter (sechs Wochen) dem Optimalgewicht eines männlichen bzw. weiblichen Jungstorchs entspricht. Möglicherweise bei Flugübungen elf Tage später geschah dann leider ein Unglück: der größere der beiden stürzte ab und fiel so unglücklich, dass er sich beide Beine an den Gelenken brach, es waren offene irreparable Brüche. Man musste ihn schweren Herzens einschläfern.

2020:Obwohl das letztjährige Storchenpaar erfolgreich zwei Jungvögel in Danketsweiler großgezogen hatte, sind beide Partner umgezogen (freiwillig?). Das letztjährige Danketsweiler Brutmännchen aus Owingen findet man dieses Frühjahr auf einem neuen Nest in Altshausen in der Weidenstraße, seine Partnerin zog ein Stück weiter Richtung Pfrunger-Burgweiler Ried ins Tal nach Hasenweiler. Ironischerweise wurde ihr Platz in Danketsweiler dafür von der Hasenweiler Brutstörchin (der nun sechzehnjährigen Zußdorferin) eingenommen, die allerdings ihr Nest in Hasenweiler sicherlich nicht freiwillig geräumt hat und Anfang März auf dem Horst in Ringgenweiler gesichtet wurde. Ihr Partner in Danketsweiler ist nun ein Storch, welcher im letzten Jahr bereits eine Brut in Altmannshofen auf einem Mobilfunkmast versucht hatte, jedoch ohne Erfolg. Er ist um Einiges jünger als die sechzehnjährige Störchin, er schlüpfte in Markdorf im Hepbach-Leimbacher-Ried im Jahr 2016 aus dem Ei. Man sieht also, alles nicht so einfach dieses Frühjahr, es geht ganz schön drunter und drüber.
Jedenfalls wird in Danketsweiler seit Anfang April gebrütet. Hoffen wir, dass auch dieses Frühjahr hier wieder erfolgreich kleine Störche aufwachsen werden.

2019: Neubesiedlung von Danketsweiler!
Er stammt aus Owingen, dort 2015 aus dem Ei geschlüpft, sie stammt aus Zell bei Riedlingen, ist ein Jahr jünger und hat schon etwas Bruterfahrung. Die Zellerin hatte nämlich im Jahr zuvor in Eichstegen den dort ebenfalls erstmals besiedelten Horst belegt und vier Junge im Nest; der Brutversuch war jedoch nicht erfolgreich, die Jungen starben.
Zusammen mit dem Owinger gibt es nun einen neuen Versuch, und bisher sieht es ganz gut aus, denn die Mitte Mai geschlüpften drei kleinen Jungstörche sind noch putzmunter (letzte Nestbeobachtung am 11. Juni nach dem Pfingstregen), auch wenn das Nesthäkchen in der Entwicklung etwas zurückgeblieben ist.

Zwar haben es die Eltern etwas näher zum Ried als die benachbarten Zogenweiler Störche, doch gibt ähnlich wie in Zogenweiler die nähere Umgebung von Danketsweiler mit überwiegender Ackernutzung kaum genug Storchennahrung her. Das neu ansässige Brutpaar ist somit auf einigermaßen gute Witterung angewiesen, damit Nahrungsflächen im Rotachtal und im Ried zur Aufzucht ihres Nachwuchses genutzt werden können. Hoffen wir, dass alles gutgeht.

01.07.2019: Zwei der drei Jungvögel haben es geschafft, ihre kritische Nestlingszeit haben sie jetzt hinter sich. Beringt wurden sie am 25. Juni und brachten zu diesem Zeitpunkt jeweils um die drei Kilogramm auf die Waage, was in diesem Alter als normalgewichtig gelten kann. Ihrem erfolgreichen Ausflug steht also nichts mehr im Weg. Jetzt heißt es aber zuerst üben, üben, üben, damit beim Jungfernflug auch alles gut geht und es danach bald auf die erste große Reise in den Süden gehen kann.

 


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