Die Störche Oberschwabens



Zell

Zell

Zell

Zell Kirchendach
Zell Kirchendach

Zell Scheune
Zell Scheune


2016: Pfarrhausdach: Wie 2015, seit Ende März wird gebrütet, gegen Ende April erfolgte der Schlupf. Von den anfänglich drei Nestlingen waren am Tag der Beringung am 6. Juni noch zwei übrig.

Silonest: Wie 2015, aber seit Ende März wird gebrütet, der Schlupf begann in den ersten Maitagen. Von den anfänglich drei Nestlingen waren am Tag der Beringung am 6. Juni noch zwei übrig.

Scheunennest: Das Brutpaar auf dem Scheunendach hat sich dort so richtig eingenistet. Dieselbe Besetzung wie 2015 schritt gegen Ende März zur Brut, Anfang Mai begann der Schlupf. In der Folge waren drei Nestlinge zu sehen. Das Trio wurde am 6. Juni beringt.

Kirchendachnest: Das Nest über dem Eingangsportal der Zeller Kirche musste nach der Brutsaison 2015 beseitigt werden, weil nicht immer alles Gute von oben kommt. Es wurde ein Ersatznest an der Zeller Durchgangsstraße auf einen ausgedienten Mast montiert.

Nest Hauptstraße: Der Nestersatz für den abgebauten Horst auf der Zeller Kirche ist bald von Störchen besiedelt worden, eine Brut kam allerdings nicht zustande. Auf dem Nest standen z. B. im März ein 2012 in Munderkingen geschlüpfter Storch, dann war auch mal ein unberingter Storch mit einem 2014 in Menningen (SIG) geschlüpften Adebar zu sehen.

2015: Pfarrhausdach: Seit 2012 ist das Nest auf dem Dach des Zeller Pfarrhauses von einem 2009 in Bötzingen (FR) geschlüpften Männchen besetzt. Das 2008 in Bad Schussenried geschlüpfte Weibchen ist mit Ausnahme des Sabbatjahrs 2013 seit 2010 hier horsttreu. Seit Ende März wird gebrütet.

Juni: Ende April wurden erste Fütterungen beobachtet und noch vor dem 10. Mai war die Aufzucht der Nestlinge bereits vorbei.  Saßen sich die Kirchendachstörche und die unmittelbar benachbarten Pfarrhausdachstörche vielleicht doch zu eng auf der Pelle mit den einhergehenden gegenseitigen Beunruhigungen / Störungen?

Silonest: Seit 2013 ist das Nest auf dem Silo am nordöstlichen Zeller Ortsrand von einem 2011 in Bad Buchau geschlüpften Männchen besetzt. In diesem Jahr steht ihm eine neue Störchin zur Seite, die 2012 in Zwiefaltendorf das Licht der Welt erblickte. Seit Mitte April wird gebrütet.

Juni: Mitte Mai saßen drei Küken im Nest. Mitte Juni wurden zwei Jungstörche beringt, der dritte Nestling wurde nur wenige Tage alt.

Um den 13. Juli verließen die beiden Jungstörche das erste Mal ihren Horst.

Scheunennest: Man zähle und staune: Im jahrelang storchenlosen Zell am Donauknie klappern inzwischen vier Storchenpaare und allesamt haben sich daran gemacht Junge zu produzieren. Waren es letztes Jahr noch zwei besetzte Nester so sind es in diesem Jahr deren vier. Ein zusätzliches Nest wurde in Heimarbeit, also ohne fremde Hilfsmittel wie z.B. eine vorgefertigte Nestunterlage am Ortsrand von Zell auf einer Scheune errichtet. Zwar blies Orkantief Niklas das eben fertiggestellte und auch schon eingesessene Nest zusammen mit zwei Eiern zum größten Teil vom Scheunenfirst herunter, das Paar ging nach Windstille aber sofort wieder an die Renovierung und inzwischen wird mit Volldampf gebrütet. Die Handwerker stammen aus Hasenweiler (Männchen) und aus Kirchbierlingen (Weibchen) und stehen beide im dritten Lebensjahr.

Juni: Mitte Mai saßen drei Küken im Nest. Mitte Juni wurden zwei Jungstörche beringt, der dritte Nestling wurde nur wenige Tage alt.

Um den 13. Juli verließen die beiden Jungstörche das erste Mal ihren Horst.

Kirchendachnest: Auf dem Dach der Zeller Kirche spielte sich die Ansiedlung eines neuen Brutpaares ähnlich ab wie auf dem Zeller Scheunendach, wo sich ebenfalls ein neues Storchenpaar ansiedelte: Nestbau ohne Nisthilfe, Orkantief Niklas zerfetzt den neuen Horst, Horstwiederaufbau und anschließende Brut. Die Kirchenstörche schlüpüften in Daugendorf und in Emerkingen und sind zwei bzw. drei Jahre alt.

Juni: Am 10.  Mai saßen zwei Küken im Nest. Keine 10 Tage später war die Aufzucht bereits vorbei. Sassen sich die Kirchendachstörche und die unmittelbar benachbarten Pfarrhausdachstörche vielleicht doch zu eng auf der Pelle mit den einhergehenden gegenseitigen Beunruhigungen / Störungen?

2014: Pfarrhausdach: Auf dem Dach des Zeller Pfarrhauses ging es Mitte März hoch her. Das letztjährige Storchenpaar hatte sich dort bereits eingestellt als weitere Störche auftauchten und sich ebenfalls in deren Horst einrichten wollten. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen die damit endeten, dass am nächsten Tag das heimische Weibchen mit einer Stichwunde im Hals tot unter dem Nest aufgefunden wurde. Im Nest stand bereits eine andere Störchin, die sich schon 2013 zeitweise in Zwiefalten aufhielt und ihre Kinderstube 2008 in Bad Schussenried hatte. Seit Ende März wird gebrütet.

Ende April begann der Schlupf, vier Küken erblickten das Licht der Welt. Am 4. Juni wurde das Quartett beringt.

Erste Ausflüge der vier Jungstörche erfolgten Anfang Juli.

Silonest: Auf dem erst im letzten Jahr errichteten Silonest steht dasselbe Männchen wie 2013. Ob er sich ein neues Weibchen angelacht hat oder sie sich ihm aufgedrängt hat bleibt im ungewissen Dunst. Jedenfalls steht ihm seit Mitte März eine andere Storchendame zur Seite. Um den 10. April wurde mit der Brut begonnen.

Am 10.  Mai sassen zwei Nestlinge im Horst auf dem Silo.  Anfang Juni ertrank einer der Elternstörche in der nahen Güllegrube, die beiden Nestlinge waren zu dem Zeitpunkt um die dreieinhalb Wochen alt. Der jetzt alleinerziehende Altstorch schaffte es, die beiden Nestlinge durchzufüttern. Am 11. Juni fand die Beringung der beiden statt.

Erste Ausflüge der beiden Jungstörche erfolgten um den 15. Juli.

2013: Zu dem letztjährigen Zeller Männchen gesellte sich das in den letzten Jahren in Daugendorf brütende Weibchen. Die Störchin wurde letzten Sommer zur Witwe als ihr Brutpartner an der B 311 bei Ertingen tödlich verunfallte. Das jetzt rein badische Brutpaar (er vierjährig und aus Bözingen bei Freiburg stammend, sie siebenjährig und aus Rußheim bei Karlsruhe stammend) war ab Anfang März auf dem Zeller Nest zu sehen. Seit Mitte April wird gebrütet.

Juni: Wie viele andere oberschwäbische Storchennester ereilte auch das Zeller Nest der Tiefschlag von "Frederik". Dieses Tief, das ab 30. Mai mit einem fast 60-stündigen Dauerregen mit 140 bis 160 Millimetern auf uns nieder ging, kostete den Mitte Mai geschlüpften 2 Nestlingen das Leben.

Zell II

Zell II
Relativ spät im April ließ sich überraschenderweise ein zweites Storchenpaar in Zell nieder und begann trotz fortgeschrittener Jahreszeit noch mit dem Nestbau. Nicht weniger verwunderlich war die Wahl des Nistplatzes: Unter ziemlichen Mühen wurden Zweige auf ein ausgedientes Zementsilo getragen, die immer wieder von der nach oben gewölbten Plattform abrutschten. Schließlich verfing sich ein eingetragener Zweig an einer überstehenden Öse und von da an ging alles ganz schnell. In kurzer Zeit war das Nest gebaut und hergerichtet. Am 3. Mai wurde mit der Brut begonnen und Anfang Juni waren drei Storchenküken geschlüpft.
Von den "Spätzündern" ist ein Storch unberingt, der andere stammt dem Ring nach aus Bad Buchau, wo er 2011 das Licht der Welt erblickte.

Um den 10. August verließen zwei Jungstörche zum ersten Mal das „do-it-yourself“-Nest, der dritte Nestling  hatte bereits Anfang Juli im Alter von ca. 4 Wochen sein junges Storchenleben ausgehaucht.

2012: In Zell wurde dieses Jahr das letztjährige unberingte Storchenmännchen von einem jetzt beringten Storchenmann abgelöst, dessen Herkunft bislang noch nicht geklärt werden konnte. Das Weibchen vom letzten Jahr hielt dem Nest an der Biegung der Donau die Treue und leitete die neue Brutsaison Ende März mit einem frischen Gelege ein.

Juni: In den ersten Maitagen waren vier Küken ihren Eischalen entschlüpft, die allesamt fünf Wochen später beringt werden konnten.

August: Die vier Jungstörche machten sich das erste Mal um den 10. Juli auf, um die nähere Zeller Umgebung aus der Vogelperspektive zu erkunden.

2011: Nachdem in den letzten Märztagen immer wieder mal die Federfetzen beim Kampf um das Zeller Nest geflogen sind, hat sich dort die Lage inzwischen beruhigt. Seit Anfang April brütet dort das letztjährige Storchenweibchen, das 2008 in Bad Schussenried geschlüpft war. Als Partner gesellte sich zu ihr wie letztes Jahr wieder ein unberingtes Männchen.

Juni: Und jetzt scheint es diesmal nach all den erfolglosen Jahren am Zeller Ortseingang mit einer erfolgreichen Aufzucht zu klappen. Am 7. Juni konnten drei Nestlinge im Alter von knapp fünf Wochen beringt werden. Wenn auch insgesamt etwas untergewichtig müsste das Trio es eigentlich vollends schaffen in ein paar Wochen auf eigenen Füßen durchs Donautal zu staksen.

Um den 12. Juli war es dann soweit: Die drei Zellgenossen hatten sich Ausgang verordnet und begannen von da an die ersten Runden über ihrem Nest zu drehen.

2010: Vielleicht klappt es dieses Jahr tatsächlich wieder mal in Zell mit einer erfolgreichen Storchenbrut nach 21 Jahren. Seit der ersten Aprilwoche stehen im Nest ein unberingter Storch mit einem Ringstorch auf dem Pfarrhausdach am Ortseingang Zells. Der Ringstorch scheint eingefleischter Oberschwabe zu sein. Nachdem er 2008 an der Schussen in Bad Schussenried das Licht der Welt erblickte, ist er jetzt an die schöne blaue Donau übergesiedelt. Alle Zeichen standen kurz vor Beginn der letzten Aprilwoche auf Brut.

Juni: Um den 20. April wurde dann auch mit dem Brutgeschäft begonnen. Am 21. Mai wurde das erste geschlüpfte Küken beobachtet. Weitere Beobachtungen ließen jedoch keinen weiteren Nachwuchs erkennen und selbst das bereits beobachtete Küken war später nicht mehr zu sehen. Die Störche zeigten Ende Mai aber immer noch Brutverhalten. Am 10. Juni war das Zeller Nest schließlich verwaist.

2009: So wie es jetzt aussieht, bekommen die Zeller dieses Jahr doch noch ihr Storchenpaar aufs Pfarrhausdachnest, das immerhin 19 Jahre lang verwaist war.
Ausgangs Winter wurde von Herrn Wolfgang Schröppel und Helfern in Zell das bisherige Nest auf dem Pfarrhausdach versetzt und erneuert. Es dauerte nicht lange und schon wurde die neue Behausung von einem Storchenmann aus dem oberschwäbischen Grasbeuren und einer Störchin aus dem nordbadischen Rußheim bezogen. Die beiden ließen es sich dort erst mal recht gut gehen und es wurde fleißig Hochzeit gefeiert. Das junge Glück passte aber manchen Artgenossen überhaupt nicht. Sie griffen das Nest in Zell mitsamt dem Paar mehrmals an, die Störenfriede konnten jedoch jeweils unerkannt entkommen. Die Folge der Angriffe war, dass das Zeller Paar Reißaus nahm und sich im benachbarten Daugendorfer Nest niederließ.
Nach mehreren Tagen storchenloser Zeit tauchten auf den Zeller Wiesen plötzlich acht fremde Störche auf. Vermutlich stammten aus dieser Gruppe die beiden unberingten Störche, die man jetzt ab und zu auf dem Zeller Nest beobachten konnte. Nachdem es anfänglich so aussah, als hätte das Paar feste Absichten sich für längere Zeit auf dem Nest einzurichten, war der Storchenhorst am Zeller Ortseingang nach ein paar Tagen doch wieder auf Dauer verwaist.


2008: Seit Jahren thront das Nest am Ortseingang von Zell storchenlos über dem Donauknie. Dieses Jahr war dieses Nest wenigstens zeitweise von einem Einzelstorch besetzt. Ein Anzeichen, dass 2009 der Zeller Storchenhorst möglicherweise dauerbesetzt wird?




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